Samstag, 04.09.2010

Aktuell 

 

 

 

Die Strategien von Max

20. Juli 2010: Als ich vor sechs Jahren meine 15 Grundsätze niedergeschrieben habe, waren sie als eine Art Selbsthilfe-Programm in Kompaktform gedacht; als eine stichwortartige Zusammenfassung meiner Lebensphilosophie, die mir dabei hilft, auf das Ausleben meiner Sexualität zu verzichten. Auch Max hat für sich ein Selbsthilfe-Programm entwickelt, das ihm auch nach seiner Therapie an der Charité dabei helfen soll, Kontaktsituationen mit Kindern realistisch einzuschätzen und mögliche Gefahren zu erkennen:

Meine Strategien gegen den Impuls

Max betont zwar, dass er seine Strategien auschließlich für sich und seine ganz persönliche Situation entwickelt hat, trotzdem dürften sie wertvolle Anregungen auch für andere Pädophile enthalten.



Wie wird ein Pädophiler zum Täter?

5. Juli 2010: Ich habe lange überlegt, ob ich die Lebensgeschichte von Jonas veröffentlichen soll, schließlich soll meine Website kein Sprachrohr für pädophile Straftäter sein. Bei aller Abscheu über derartige Taten halte ich es aber trotzdem für wichtig, sich mit den Biographien von Tätern auseinander zu setzen und sich anzusehen, unter welchen Umständen ein pädophil empfindender Mensch zum Sexualstraftäter wird:

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Interview in der „Annabelle“

22. Juni 2010: In der schweizerischen Frauenzeitschrift „Annabelle“ ist ein Artikel über mich und meine Selbsthilfe-Arbeit erschienen, der nun auch im Internet veröffentlicht ist: 

Pädophilie: Absolut tabu

In diesem Zusammenhang bedanke ich mich ganz herzlich bei Autorin Silva Tschui für die gute Zusammenarbeit!



AWO Braunschweig: Erste Ansätze von Selbstkritik

15. Juni 2010: Gut ein halbes Jahr ist es her, als ich Anfang des Jahres meine Kritik am Kinderheim Wolfshagen veröffentlicht habe. Damals wusste ich noch nicht, dass die beiden AWO-Kinderheime in Wolfshagen und Braunschweig-Querum in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlass hat die Arbeiterwohlfahrt Braunschweig ein kleines Buch herausgegeben, in dem die Geschichte beider Kinderheime umfassend und auch kritisch beleuchtet werden soll:

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Bayerisches Justizministerium gibt Fördergelder frei

5. Juni 2010: Die bayerische Außenstelle des Präventionsprojekts „Kein Täter werden“ steht kurz vor der Verwirklichung. Das Bayerische Justizministerium hat jetzt die bewilligten Fördergelder in Höhe von jährlich 200.000,- Euro freigegeben. Dies gaben die CSU-Landtagsabgeordneten Franz Rieger und Petra Guttenberger gestern auf einer Pressekonferenz in Regensburg bekannt: 

Pädophilie-Projekt in Regensburg startet

Mit der Freigabe der staatlichen Fördergelder (die zunächst auf drei Jahre begrenzt sind) kann das bayerische Präventionsprojekt seine Arbeit aufnehmen. Spätestens im Juli soll eine Telefon-Hotline freigeschaltet werden, über die sich mögliche Interessenten telefonisch anmelden können. Zeitgleich soll eine öffentliche Werbekampagne starten, mit der das Projekt in ganz Bayern bekannt gemacht werden soll. Dabei soll auf die Fernsehspots und Plakataktionen des Mutterprojekts in Berlin zurückgegriffen werden, die sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat.

Das Bayerische Präventionsprojekt ist angesiedelt an der Fachklinik für Forensische Psychiatrie am Universitätklinikum in Regensburg. Es ist nach Berlin und Kiel der bundesweit dritte Ableger des weltweit einzigartigen Projekts „Kein Täter werden“, das im Jahr 2005 erstmal von der Charité in Berlin angeboten wurde. Geleitet wird das Projekt von Dr. Michael Osterheider, der seit 2004 als Professor für forensische Psychiatrie am Regensburger Universitätsklinikum arbeitet.



Interview mit Volkmar Sigusch

12. Mai 2010: Der Frankfurter Sexualmediziner Prof. Volkmar Sigusch spricht im Interview mit der ZEIT ONLINE über seine Sicht der Pädophilie und ihre Bedeutung für die Missbrauchsdiskussion:

„Es muss endlich um die Opfer gehen“

Das Interview thematisiert wichtige Hintergründe, die in der medialen Berichtserstattung oft zu kurz kommen. Besonders erfreulich finde ich Siguschs Erklärungen zu den unterschiedlichen Erscheinungsformen der Pädophilie, die von „bewundernswerter sexueller Abstinenz“ bis hin zur „Vergewaltigung eines wehrlosen Kindes“ reichen. Laut Sigusch ist es eine Frage der Persönlichkeit und der Lebensumstände, ob ein Pädophiler zum Täter wird oder nicht. Für diese klare Differenzierung, die man auch von Fachleuten viel zu selten hört, möchte ich Herrn Prof. Sigusch herzlich danken. 

 

Interview im Bayerischen Fernsehen

26. April 2010: Das Bayerische Fernsehen berichtet nächste Woche in seinem Politmagazin „Kontrovers“ über die neue Pädophilie-Ambulanz in Regensburg, die voraussichtlich im Mai ihre Arbeit aufnehmen soll:

Kontrovers: Das Politmagazin

Neben einem Gespräch mit Prof. Osterheider als therapeutischem Projektleiter gibt es auch ein Interview mit mir, in dem ich über meinen Lebensweg und meine Selbsthilfe-Arbeit erzähle. Der etwa 5-Minütige Beitrag läuft am Mittwoch, den 5. Mai um 21.15 Uhr im Bayerischen Fernsehen. Die Sendung wird anschließend auch im Internet zu sehen sein: 

Bayern plant Pädophilen-Ambulanz



Zur Geschichte der Pädophilie-Diskussion

23. April 2010: In der TAZ erschien gestern ein umfangreicher Artikel über die Geschichte der Pädophilen-Bewegung. Der Artikel erklärt die historischen Hintergründe aus den 70er- und frühen 80er-Jahren, als pädophile Interessenvertreter in linksalternativen Kreisen durchaus gesellschaftsfähig waren:

Kuscheln mit den Indianern

Es ist ein Artikel, in dem sich die TAZ auch kritisch mit ihrer eigenen Geschichte auseinander setzt, denn auch sie bot pädophilen Aktivisten zur damaligen Zeit eine allzu unkritische Plattform, was man heute als Fehler eingesteht. Die Taz geht auch auf die Frage ein, inwieweit das damalige gesellschaftliche Klima für die jetzt aufgedeckten Missbrauchsfälle aus den 70er- und 80er-Jahren mitverantwortlich war. Ein gut recherchierter Artikel, der sehr hilfreich ist, wenn man die heutige Missbrauchsdebatte verstehen will.

Einziges Manko: Der Artikel konzentriert sich ausschließlich auf die radikale Pädophilen-Szene, die man heute als „pädosexualistisch“ bezeichnen würde. Dadurch muss beim uninformierten Leser wieder einmal der Eindruck entstehen, diese Szene sei gleichbedeutend mit der Gesamtheit aller Pädophilen. Dass es auch damals schon Pädophile gab, die unter ihrer Neigung litten und gern therapeutische Hilfe in Anspruch genommen hätten (wenn es denn welche gegeben hätte), wird verschwiegen. Der Fairness halber hätte man es ruhig erwähnen können. Die verantwortungsvollen Pädophilen niemals politisch zwar niemals aktiv, aber es gab sie, auch wenn sich niemand für sie interessierte.



Max im Interview mit dem ORF 

17. April 2010: Das österreichische Fernsehmagazin „Thema“ bringt am kommenden Montag eine Spezialausgabe über sexuellen Kindesmissbrauch: 

Missbrauch ‒ Die Abgründe der Sexualität

Gezeigt wird auch ein Interview mit Max, einem ehemaligen Teilnehmer am Therapieprojekt „Dunkelfeld“ der Berliner Charité. Den Lesern dieser Website ist Max durch seine Erfahrungsberichte bekannt, in denen er sehr offen über seine Therapie an der Charité berichtet. Die Spezialausgabe von „Thema“ lauft am Montag, den 19. April um 21.10 Uhr im Fernsehprogramm von ORF 2.

Zu seinem ersten Fernsehauftritt möchte ich Max ausdrücklich beglückwünschen, denn es ist wichtig, dass sich gerade die verantwortungsbewussten Pädophilen noch viel stärker an die Öffentlichkeit wagen. In Deutschland werden viele Fernsehzuschauer die Sendung nicht live verfolgen können, denn meines Wissens ist ORF 2 hierzulande nur über Satellit, in Süddeutschland eventuell auch über Antenne zu empfangen. Die Sendung wird später aber unter folgendem Link im Internet abrufbar sein:

ORF TVThek



Urlaubserinnerungen

10. April 2010: Max hat seine Urlaubserinnerungen aus den Jahren 2007 und 2008 aufgeschrieben. Sie sind geprägt von einem Gefühl, das viele Pädophile gut kennen werden; nämlich dem gedanklichen Hängenbleiben in der eigenen Kindheit, von dem man sich zeitlebens nie ganz lösen kann. Bei Max kommt noch seine ADHS-Problematik dazu, die aus seiner Sicht mit dazu beigetragen hat, dass er als Kind nur schwer mit Gleichaltrigen zurecht kam:

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Nordrhein-Westfalen: Erweitertes Führungszeugnis für Lehrer

6. April 2010: Am 1. Mai tritt das „Fünfte Gesetz zur Änderung des Bundeszentralregisters“ in Kraft. Demnach können Arbeitgeber und ehrenamtliche Organisationen, die in der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, von ihren Mitarbeitern ein so genanntes „erweitertes Führungszeugnis“ verlangen. Damit sollen Kinder und Jugendliche besser vor sexuellem Missbrauch durch Wiederholungstäter geschützt werden.

In einem gewöhnlichen Führungszeugnis wird eine Vorstrafe nur dann aufgeführt, wenn sie eine Höhe von 90 Tagessätzen (Geldstrafen) bzw. 3 Monaten (Freiheitsstrafen) überschreitet. Im erweiterten Führungszeugnis werden jetzt auch Verurteilungen unterhalb dieser Grenze aufgeführt, sofern es sich um Straftaten handelt, die gegen die sexuelle Selbstbestimmung von Kindern und Jugendlichen verstoßen (§ 174 - §182 StGB). Auch bestimmte Delikte wie „Misshandlung von Schutzbefohlenen“ (§225 StGB) oder „Kinderhandel“ (§236 StGB) werden uneingeschränkt in das erweiterte Führungszeugnis mit aufgenommen. Als eines der ersten Bundesländer will sich Nordrhein-Westfalen von allen angehenden Lehrerinnen und Lehrern ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen lassen. Dies gab Schulministerin Barbara Sommer (CDU) in Düsseldorf bekannt:

NRW schaut bei der Lehrerausbildung bald genauer hin

Auch ich begrüße die Einführung des erweiterten Führungszeugnisses als einen sinnvollen Schritt zu mehr Kinderschutz. Es gibt zwar einen hohen Anteil an Dunkelfeldtätern, die niemals vor Gericht landen, trotzdem kann das erweitere Führungszeugnis dazu beitragen, Kinder und Jugendliche zumindest vor Wiederholungstätern besser zu schützen. Es wäre deshalb wünschenswert, wenn weitere Bundesländer dem Beispiel von Nordrhein-Westfalen folgen würden. Auch für die ehrenamtliche Jugendarbeit (z. B. in Sportvereinen oder kirchlichen Jugendgruppen) sollte das erweiterte Führungszeugnis obligatorisch werden, zumindest auf Basis einer Selbstverpflichtung der jeweiligen Träger. In einem Punkt darf man sich allerdings keine Illusionen machen: Die weitaus meisten Fälle von sexuellem Missbrauch finden immer noch in den Familien statt. Dagegen wird auch das erweiterte Führungszeugnis machtlos sein.

 


Internetsperren: Wirkungslos und kontraproduktiv

31. März 2010: Ob Internetsperren ein geeignetes Mittel im Kampf gegen kinderpornographische Netzinhalte sind, darüber gibt es seit gut zwei Jahren eine intensive Debatte. Die schwedische EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström will solche Sperren jetzt für den gesamten EU-Raum verpflichtend einführen. Die Bundesregierung lehnt die aus Brüssel geforderten Internetsperren immer noch mehrheitlich ab. Als profilierteste Gegnerin gilt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP), die weiter auf den Grundsatz „Löschen satt Sperren“ setzt. Auf SPIEGEL ONLINE ist heute ein hervorragender Kommentar erschienen, der die wichtigsten Gegenargumente in kurzer und knapper Form zusammenfasst:

Warum der Sperren-Streit Zeitverschwendung ist

Ich stimme dem Fazit von SPIEGEL-Redakteur Christian Stöcker in jeder Hinsicht zu: Internetsperren sind kein wirksames Mittel im Kampf gegen kinderpornographische Internetseiten. Sie lenken von den eigentlichen Problemen ab, denn Kinderpornographie gehört aktiv bekämpft und nicht einfach nur zugedeckt. Statt virtueller Stopp-Schilder brauchen wir eine bessere Strafverfolgung. Polizei und Justiz dürfen nicht länger kaputt gespart werden, wie das in den letzten Jahren geschehen ist. Stattdessen brauchen wir mehr Polizisten, mehr Richter und mehr Staatsanwälte, die den immer größer werdenden Berg an Ermittlungsverfahren überhaupt noch abarbeiten können. Das kostet zwar Geld, aber Kinderschutz ‒ man kann es nicht oft genug sagen ‒ ist eben nicht zum Nulltarif zu haben. Da die Verbreitung von Kinderpornographie ein grenzüberschreitendes Problem ist, muss auch die internationale Zusammenarbeit verbessert werden. Nur so lässt sich der von der Justizministerin geforderte Grundsatz „Löschen satt Sperren“ (der im Prinzip richtig ist) auch konsequent umsetzen.

 

Die Legende vom Triebtäter

27. März 2010: Wenn irgendwo ein Kind um Opfer eines Sexualverbrechens wird, ist in den Medien schnell vom „Triebtäter“ die Rede. Der Begriff Triebtäter ist in der Öffentlichkeit zum Synonym geworden für sämtliche Sexualstraftäter überhaupt. Das Wort schürt Ängste und lässt die Emotionen überkochen. Grund genug, diesen oft leichtfertig gebrauchten Begriff einmal kritisch zu hinterfragen: Ist es wirklich der sexuelle Trieb, der einen Menschen, zum Sexualverbrecher werden lässt ? Oder liegen die wirklichen Ursachen ganz woanders?

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Religiöse Gewalt

23. März 2010: Gewalt gegen Kinder ist vielfältig. Körperliche Gewalt, seelische Gewalt, sexuelle Gewalt – all diese Begriffe sind geläufig, aber mit dem Begriff der religiösen Gewalt kann kaum einer etwas anfangen. In meinem neuesten Beitrag setze ich mich mit dieser wenig beachteten Form von Gewalt auseinander:

Religiöse Gewalt

Meine Ausführungen bestehen aus drei Teilen. Im ersten Teil gehe ich der Frage nach, was religiöse Gewalt ist und wie sie sich äußert. Im zweiten Teil setzte ich mich für die Religionsfreiheit von Kindern ein und frage mich, ob eine religiöse Kindererziehung heute überhaupt noch zeitgemäß ist. Im dritten Teil zeichne ich meinen eigenen Weg nach, wie ich vom Angst einflößenden Glauben meiner Kindertage zu einer menschenfreundlichen Religiosität gefunden habe. 

  

Ist Pädophilie eine hirnorganische Störung?

20. März 2010: Ein sehr gut recherchierter Artikel über die neurobiologische Erforschung der Pädophilie erschien gestern in der Online-Ausgabe der FAZ: 

Dämonisiert und verharmlost

Der Artikel kommt zu dem Fazit, dass die hirnorganischen Ursachen der Pädophilie noch viel zu wenig erforscht seien. Von gesicherten Erkenntnissen sei die Fachwelt noch weit entfernt. Sehr wichtig finde ich auch den Hinweis, dass sich bisherige neurobiologische Untersuchungen nur auf straffällig gewordene Pädophile beziehen, während es über straffrei lebende Pädophile keine vergleichbaren Studien gibt. Damit kommt der Artikel zu ähnlichen Schlussfolgerungen, wie ich in meinem Aufsatz: Ist Pädophilie eine hirnorganische Störung?, den ich vor kurzem überarbeitet habe.



Ein mutiges Interview

18. März 2010: In seinen neusten Interview mit der TAZ warnt Sexualtherapeut und Charité-Mitarbeiter Christoph J. Ahlers vor einer einseitigen Fokussierung auf die Kirche. Es sei zwar denkbar, dass es Menschen mit pädophiler Ausrichtung verstärkt ins Priesteramt ziehe, die allermeisten Kinder würden aber nicht in Kirchen oder Institutionen missbraucht, sondern in der Familie: 

„Pädophile werden gerne Pädogogen“ 

Ein sehr sachkundiges Interview mit einigen durchaus mutigen Aussagen, besonders zur beruflichen Hingabe pädophiler Pädagogen und zum fehlenden Respekt für verantwortungsvolle Pädophile, die sich helfen lassen. Ein wenig zu plakativ ist lediglich die Überschrift, den die TAZ für ihren Artikel gewählt hat. Derzeit redet ganz Deutschland über Priester als Missbrauchstäter. Gerade die Medien sollten aufpassen, dass sie jetzt nicht das nächste einseitige Klischee heraufbeschwören, nämlich das vom missbrauchenden Lehrer. Genau wie unter Priestern ist es nämlich auch den unter Pädagogen nur eine kleine Minderheit, die Kinder missbraucht, auch wenn die mediale Debatte derzeit einen anderen Eindruck nahe legt.

 

Pädophilen-Partei am Ende

16. März 2010: Die als „Pädophilen-Partei“ bekannt gewordene PNVD (Partij voor Naastenliefde, Vrijheid en Democratie) hat sich aufgelöst. Dies meldeten übereinstimmend mehrere große Zeitungen und Nachrichtenagenturen:

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Ein Gedicht von NewMan

15. März 2010: Die künstlerische Aufarbeitung pädophiler Gefühle ist zwar nicht neu, aber eher eine Randerscheinung. NewMan hat versucht, seine Gefühle als Pädo in einem kleinen Gedicht auszudrücken:

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Das Gedicht ist zwar nicht lang, gibt aber NewMans persönliche Stimmung gut wieder. Seine Zeilen erzählen vom ständigen Kampf um Selbstkontrolle und Verzicht, aber auch von der Suche nach gesellschaftlicher Anerkennung, die Menschen mit pädophilen Empfindungen noch allzu oft verwehrt wird.



Darf man so etwas veröffentlichen?

13. März 2010: Die WELT ONLINE veröffentlichte in ihrer heutigen Ausgabe einen Beitrag des österreichischen Schriftstellers Josef Haslinger, den die Redaktion selbst als „Grenzüberschreitung“ bezeichnet, weil er „provoziert und Gefühle verletzen könnte“, wie es im Einleitungstext heißt:

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Ein Experte mit Rückgrat

11. März 2010: Pädophilie ist eine Störung der sexuellen Präferenz, die nichts darüber aussagt, ob sich der Betroffene auch atsächlich an Kindern vergeht. Trotzdem findet man auch in der Fachwelt immer noch die unsägliche (und sachlich falsche) Tendenz, Pädophilie und sexuellen Missbrauch miteinander gleichzusetzen. Zum Glück gibt es auch Beispiele, die in eine andere Richtung weisen. Prof. Dr. Norbert Leygraf ist Direktor des Instituts für Psychiatrie der Universität Duisburg-Essen. Er ist einer der bekanntesten Forensiker Deutschlands und bekannt als Gutachter in zahlreichen Sexualstrafprozessen. Kürzlich äußerte er sich gegenüber dem offiziellen Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland:

Es gibt wahrscheinlich eine ausgesprochen hohe Anzahl an Menschen mit pädophiler Tendenz, die nie durch Handlungen an Kindern auffällig werden, weil sie von ihrem Gewissen geleitet werden und ihr Verlangen nicht in die Tat umsetzten.“

(Quelle: „Priester müssen über Sexualität reden können")

Dem gibt es aus meiner Sicht nichts hinzuzufügen, außer: Danke, Herr Prof. Leygraf, für diese deutliche Klarstellung, die man leider auch von Fachleuten viel zu selten hört! 



Ein Kriminologe und sein Halbwissen

9. März 2010: Der MDR brachte gestern ein Radio-Interview mit Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Pfeiffer sprach über den Zusammenhang zwischen Pädophilie und Zölibat, über Therapiemöglichkeiten für Pädophile und über die Verjährungsfristen bei sexuellem Missbrauch:

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Vom Umgang mit Schatten und Dämonen

6. März 2010: Es steht schon längere Zeit in meinem Bücherregal, aber erst vor kurzem bin ich dazu gekommen, es zu lesen. In seinem Werk  „Die Welle ist das Meer“  erklärt der Benediktinermönch und Zen-Meister Williges Jäger seine mystische und transkonfessionelle Religiosität, wie sie sich ihm in seiner mittlerweile über 80-jährigen Lebenserfahrung erschlossen hat. Ohne es zu wollen, schreibt Williges Jäger auch über das Problem der Pädophilie:

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„Kein Täter werden“ bald auch in Bayern

28. Februar 2010: Im August vergangenen Jahres wurde bekannt, dass auch in Bayern ein Präventionsprojekt für Pädophile nach dem Vorbild der Berliner Charité („Kein Täter werden“) entstehen soll. Eine entsprechende Anlaufstelle sollte in Regensburg unter der Leitung von Prof. Michael Osterheider eingerichtet werden. Das Projekt stand lange Zeit auf der Kippe, da die Bayrische Staatsregierung nicht bereit war, die notwendigen Gelder bereit zu stellen. Inzwischen gibt es eine erfreuliche Wendung. Der bayerische Landtag hat für das laufende Jahr 200.000,- Euro bewilligt, mit denen das Projekt finanziert werden kann:

Hilfseinrichtung für pädophile Männer

Offenbar hat der aktuelle Skandal um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche mit dazu beigetragen, die Politiker zum Umdenken zu bewegen. Nachdem die Finanzierung des Projekts gesichert ist, soll es jetzt zügig vorangehen. Bereits im Mail soll die Regensburger Ambulanz ihre Arbeit aufnehmen. Die Zielgruppe ist die gleiche wie in Berlin: Angesprochen sind pädophil empfindende Menschen, die sich der Problematik ihrer sexuellen Ausrichtung bewusst sind und freiwillig nach Hilfe suchen, damit sie niemals Kinder missbrauchen.



Kinderheim Wolfshagen: Selbstdarstellung und Wirklichkeit

24. Februar 2010: Unter Meine Zeit im Kinderheim habe ich beschrieben, wie ich unter meinem Aufenthalt in zwei verschiedenen Kinderheimen gelitten habe. Was mir und anderen Kindern passiert ist, lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Es ärgert mich aber, dass sich das Kinderheim Wolfshagen im Internet noch heute als professionelle pädagogische Einrichtung anpreist, der man seine Kinder bedenkenlos anvertrauen könne.

Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, mit meiner Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen, denn die wenigsten Leute werden wissen, wie es hinter der geschönten Fassade zugeht. Dazu habe ich mir die konzeptionelle Selbstbeschreibung des Kinderheims Wolfshagen vorgenommen und sie meiner eigenen persönlichen Erfahrung gegenüber gestellt.

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Heimkinder besonders gefährdet

20. Februar 2010: Der Kinder- und Jugendpsychiater Jörg M. Fegert von der Universität Ulm arbeitet seit vielen Jahren mit sexuell missbrauchten Kindern. Nach seiner Einschätzung haben Kinder, die in Heimen oder Institutionen leben, ein besonders hohe Risiko, zum Opfer einer sexuellen Gewalttat zu werden, so Fegert gegenüber der „Frankfurter Rundschau“:

Die Macht zum Missbrauch

Fegert beklagt, dass viele Einrichtungen immer noch nicht im Sinne der Opfer handelten. Mitarbeiter würden oft bewusst wegsehen, weil ihnen der Ruf der Einrichtung wichtiger sei als das Hinterfragen von Strukturen. Zur Prävention fordert Fegert „intelligente Beschwerdesysteme“. In seinem eigenen Verantwortungsbereich (Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulm) hat er bereits reagiert: Auf jeder Station gibt es Telefone, die zu den Jugendämtern freigeschaltet sind.

Ich wurde während meiner Zeit im Kinderheim zwar nicht sexuell missbraucht, aber ich kann bestätigen, dass die Strukturen in Kinderheimen solche Taten begünstigen. Kinderheime sind auch heute noch eine abgeschottete Welt für sich, wo man ‒ ähnlich wie in der Kirche ‒ dazu neigt, Probleme „intern“ zu lösen, ohne Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Auch die Kinder selbst haben meist nur wenig Kontakt nach draußen, so dass sie im Zweifel schwer auf Unterstützung von außen hoffen können. Hier wären die Politik und insbesondere die Jugendämter gefordert, gefährdete Institutionen wie Kinderheime oder Kinderkliniken noch sehr viel stärker zu kontrollieren als bisher. Kinderheime dürfen keine abgeschotteten Systeme mehr sein; ihre Arbeit muss genauso transparent und hinterfragbar sein, wie das z. B. an öffentlichen Schulen der Fall ist.

 


Sexueller Missbrauch: Ist das Zölibat schuld?

18. Februar 2010: Es war zu erwarten, dass die katholische Kirche sich nach den öffentlich gewordenen Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg verteidigen wird. Die Reaktionen sind vielfältig und reichen von glaubhafter Selbstkritik bis zu plumpen Schuldabwälzungen auf die „sexuelle Revolution“, wie sie kürzlich von Bischof Mixa geäußert wurden. Ganz aktuell äußert sich der Theologe und Psychiater Dr. Manfred Lütz gegenüber den katholischen Nachrichten von „Kath.net“:

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Professor Beier will pädophilen Priestern helfen

12. Februar 2010: Die öffentliche Diskussion zu den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg reißt nicht ab. Ein gefragter Interview-Partner ist derzeit auch Prof. Beier von der Charité. Er ist davon überzeugt, dass man pädophile Priester therapeutisch erreichen kann, bevor sie straffällig werden. Das ginge aber nur, wenn die Kirche diesen Prozess unterstützt und nicht schon die pädophile Neigung also solche verurteilt:

„Wie blinde, die glauben, sehen zu können“

Es ist interessant, wie sich Beier der Sprache seiner Zielgruppe anpasst. So spricht er z. B. von pädophilen Neigungen als „Teil der göttlichen Schöpfung“, was für einen Mediziner eine recht untypische Wortwahl ist. Mir war bis heute nicht bekannt, dass Beier bereits vor über einem Jahr an Papst Benedikt geschrieben hat. Von der Antwort, so lässt sich heraushören, scheint er allerdings nicht sonderlich begeistert zu sein. Von daher sollte man sehr genau beobachten, ob die katholische Kirche wirklich bereit ist, die geforderte Kooperation zu zeigen. Wenn sie es ernst meint mit ihrem Kampf gegen die Missbrauchstäter in den eigenen Reihen, dann sollte die Kirche dankbar sein für solche Hilfsangebote aus der Sexualmedizin ‒ und sich nicht der Hoffnung hingeben, das Problem allein mit Hilfe der Theologie in den Griff zu bekommen.



Professor Beier und seine Öffentlichkeitsarbeit

9. Februar 2010: Professor Beier von der Charité hat viele gelungene Medienauftritte hinter sich, aber sein neustes Interview gegenüber dem Berliner „Tagesspiegel“ halte ich aus mehreren Gründen für missglückt. In der aktuellen Diskussion um die kürzlich bekannt gewordenen Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg meldet er sich mit einer provokanten These zu Wort:

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„Pädophilie ist nicht einfach heilbar“

30. Januar 2010: Sexualtherapeut und Charité-Mitarbeiter Christoph J. Ahlers äußert sich im Gespräch mit der TAZ zum Umgang mit therapieresistenten Wiederholungstätern. Außerdem gibt er Tipps, wie Eltern ihre Kinder vor pädophilen Sexualstraftätern schützen können:

„Pädophilie ist nicht einfach heilbar“

Ahlers bestätigt einmal mehr, dass es vor allem die emotional vernachlässigten Kinder sind, die ein erhöhtes Risiko haben, zum Opfer eines Sexualstraftäters zu werden.Besonders gefährdet sind Kinder, die wenig Aufmerksamkeit, Fürsorge, Geborgenheit und Aufgehobenheit in ihren Elternhäusern erfahren.“, so dass Fazit von Ahlers. Zum Thema Tätertherapie merkt er an, dass eine Therapie gegen den Willen des Täters nicht möglich ist. Ein Eindruck, den ich aus eigener Erfahrungen nur unterstreichen kann!

 

Jugendtrainer aus Passau verurteilt 

27. Januar 2010: Der Fall sorgte im Sommer letzten Jahres für bundesweite Schlagzeilen: Wegen vielfachen sexuellen Missbrauchs von Kindern (auschließlich Jungen) stand ein Passauer Judotrainer vor Gericht. Am 7. Januar wurde der Mann wegen 221 (!) nachgewiesener Fälle vom Landgericht Passau zu sechs Jahren und neun Monaten Freiheitsentzug verurteilt. Außerdem wurde die Unterbringung in einem forensischen Krankenhaus angeordnet:

Landgericht Passau

Der Täter stand von Anfang an im Mittelpunkt, doch was wurde aus den Opfern? Bei Youtube gibt es seit kurzem ein Video zu sehen, in dem einer der missbrauchten Jungen (13) und dessen Mutter interviewt werden: 

Pädophiler Judotrainer: Mutter eines Opfers erzählt 

Zunächst spricht die Mutter. Sie wirkt gefasst, aber man merkt die immense Wut und die bittere Enttäuschung, die in ihrem Aussagen mitschwingt. Sie schildert, wie sie sich vom Täter täuschen ließ („Der ist schlau, der kann gut reden,...“) und wie er das Vertrauen ihres Sohnes schamlos ausnutzte, indem er sich als Vaterersatz bzw. als großer Freund anbot. Bei dem interviewten Jungen fällt auf, dass er die Tat erstaunlich locker und gefasst weggesteckt hat. Andererseits ist es ihm sichtlich unangenehm, über die Geschehnisse zu sprechen. Am liebsten möchte er die „die Vergangenheit hinter sich lassen und einfach weitergehen.“ Eine Verdrängungsstrategie, die man bei missbrauchten Kindern häufig findet. So cool und gefasst er jetzt auch wirkt: Was für langfristige Schäden der Junge davon tragen wird, ob er jemals unbefangen seine Sexualität mit Gleichaltrigen leben kann, das weiß derzeit niemand. Genau das macht auch die scheinbar harmlosen und „einvernehmlichen“ Übergriffe so verwerflich: Die Täter nehmen eine langfristige Schädigung des Kindes in Kauf, die sich zwar nicht immer sofort bemerkbar macht, in ihren langfristigen Auswirkungen aber niemals absehbar ist. 



Der geheuchelte Kinderschutz

25. Januar 2010: Die Katholische Akademie Trier veranstaltete vom 20. - 22. Januar eine Fachtagung zum Thema „Pädokriminalität weltweit“. Unter den Referenten waren Fachleute aus Polizei, Justiz und Sozialarbeit. Mit dabei war auch Deutschlands profiliertester Kinderpornographie-Fahnder, Oberstaatsanwalt Peter Vogt aus Magdeburg. Seine Forderung: Der Besitz von Kinderpornographie muss härter bestraft werden. 

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Ein typischer Fall von Selbstbetrug

19. Januar 2010: Ein aktueller Fall aus dem westfälischen Wesel gibt ein bezeichnendes Beispiel, wie sich Missbrauchstäter in die eigene Tasche lügen: 

Bewährungsstrafe für sexuellen Missbrauch 

Ein 54-jähriger Mann wurde vom Amtsgericht Wesel zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr verurteilt, nachdem er sich im Juni 2008 an einem 12 Jahren alte Jungen vergangen hatte. Er fühle sich nicht zu Jungen hingezogen, so wird der Angeklagte zitiert. Ich behaupte: Doch, der Mann fühlt sich zu Jungen hingezogen! Vielleicht nicht primär, aber zumindest eine pädophile und/oder ephebophile Nebenströmung wird vorliegen, sonst hätte er die Tat nicht begangen. Es ist nichts Neues, dass viele Missbrauchstäter ihre pädophilen Tendenzen verdrängen, sie nicht wahrhaben wollen, sich sogar dafür hassen. In einer guten Tätertherapie muss deshalb immer daran gearbeitet werden, die eigene pädophile Ausrichtung zu erkennen und als unabänderlichen Persönlichkeitsbestandteil zu akzeptieren ‒ nur dann kann man lernen, verantwortungsbewusst damit umzugehen. Dass der Mann als Kind selbst missbraucht wurde, ist traurig und tragisch, entbindet ihn aber nicht von seiner Verantwortung, die er heute als Erwachsener trägt.  

Genau fragwürdig ist es, wenn der Junge heute noch Kontakt hat zu dem Mann hat, der ihn sexuell missbraucht hat. Im Gegensatz zum Staatsanwalt wäre ich mir nämlich nicht so sicher, dass es sich hier nur um ein „einmaliges Fehlverhalten“ handelte. Alle empirischen Daten zeigen, dass die Rückfallgefahr gerade bei Pädosexuellen mit homosexueller Orientierung sehr groß ist. Aus diesem Grund hätte man den Mann zumindest zu einer Therapie verpflichten müssen ‒ als Bedingung für die zur Bewährung ausgesetzte Strafe. In bin der Letzte, der für ein populistisches Strafrecht nach dem Motto „Wegsperren für immer!“ eintritt, aber eine naive und blauäugige Justiz wünsche ich mir genauso wenig. 



„This is love“ ‒ eine Filmkritik

16. Januar 2010: Am 19. November kam er deutschlandweit in die Kinos, der mit Spannung erwartete und mit hochkarätigen Stars besetzte Film This is love. Regisseur Mathias Glaser traute sich erstmals im deutschen Kino an das Thema Pädophilie heran. Gabriel hat sich den Film angesehen und seine Eindrücke in einer ausführlichen Rezension zusammengefasst: 

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Fernsehkritik: Sexobjekt Kind

13. Januar 2010: Mit „spannenden und informativen Dokumentationen“ wirbt der NDR für seine neue Dokumentationssreihe „45 Min.“, die es zukünftig jeden Dienstag um 22.30 Uhr im Fernsehprogramm des NDR zu sehen gibt. Zur Premiere am 12. Januar gab es ein Thema, wie es kontroverser und emotionsgeladener kaum sein kann, nämlich sexuellen Kindesmissbrauch. 

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Sexobjekt Kind

10. Januar 2010: „Sexobjekt Kind“ ‒ so lautet der Titel einer 45-minütigen Fersehdokumentation des Norddeutschen Rundfunks über sexuellen Kindesmissbrauch. NDR-Redakteur Sebastian Bellwinkel sprach dazu mit Opfern, Tätern und Fachleuten:

Sexobjekt Kind

Der Schwerpunkt dieser Dokumentation liegt auf der Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen von Tätertherapien. Bellwinkels Fazit: Die therapeutische Netz für tatsächliche und potentielle Straftäter ist völlig unzureichend. Für Pädophile, die unter ihre Neigung leiden und freiwillig nach Hilfe suchen, gibt es so gut wie überhaupt keine Anlaufstellen. Auch verurteile Sexualstraftäter bekommen im Gefängnis oftmals überhaupt keine Therapie ‒ und bleiben nach ihrer Haftentlassung weiterhin gefährlich. „Sexobjekt Kind“ läuft am Dienstag, den 12. Januar um 22.30 Uhr im NDR Fernsehen.

 

Ältere Meldungen im Archiv

aktualisiert: 26.07.2010