Gästebuch
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Max
am Montag, 16-11-09 09:31
Hallo NewMan, hallo Tom
Genauso wollte auch ich fragen, denn aus deinem Bericht geht nicht hervor, was Folge u was Ursache ist. Allein was du zu deiner sex. Ansprechbarkeit berichtest, kann noch "normal" sein. 14-16 ist auch nicht unbedingt "Anfang der Pubertät". Dass es dir Sorgen bereitet ist ein Indiz und deine Depression macht die Sache sowieso schwieriger.
Da du Kraft hast (oder gar nicht versucht bist?) Übergriffe zu begehen, könntest du diese Freiheit/Stabilität nutzen, dir in Ruhe kompetente Hilfe zu suchen (ich meine, statt in flatternder Angst und Depr zum erstbesten zu rennen)
Gruß, Max
Hallo Tom,
ich möchte mal ein wenig nachfragen.
Hast Du die Depression aufgrund Deiner sexuellen Gefühle usw., oder hat sie andere Ursachen?
Sprechen Dich die körperlichen Attribute von pubertierenden Mädchen an (Körperform ( z.B. eine sich gerade entwickelnde Brustregion), Bewegungen, Stimme) oder ist es eher das Wissen um das Alter, obwohl sie vllt älter aussehen?
Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, aber klappt alles mit erwachsenen Frauen, von der Kontaktaufnahme bis zur Sexualität? Bist Du an Beziehungen mit erwachsenen Frauen interessiert, hattest Du schon welche?
Das wäre es fürs erste von meiner Seite.
Bis bald
NewMan
Hallo Marco,
Also ich kann mich da ganz gut zurückhalten, und muss nicht befürchten daß ich über eine junge Frau "herfalle".
In der Vergangenheit hatte ich schon "Kontakte" mit 16 jährigen - und natürlich mit beiderseitigem Einvernehmen, und das ist nicht strafbar.
Liebe Leute,
Ich bin 33 und ich bin in eine schwere Depression mit auswegslosen Schuldgefühlen gefallen. Über mir liegt ein sehr dunkler Schatten, und ich möchte Sie deshalb folgendes fragen:
Ich stehe auf Mädchen die sehr jung sind, aber auf jeden Fall wie Frauen aussehen, also einen richtigen Busen, weibliche Rundungen haben und eben nicht wie Kinder aussehen.
Ich stehe definitiv nicht auf Kinder oder eben anders ausgedrückt - Mädchen die wie 7 jährige aussehen.
Ich würde also vom Alter her sagen, daß mir Mädchen so ca im Alter zwischen 14 und 16 gefallen, wobei man das nicht am Alter festmachen kann, sondern am Aussehen. Das bedeutet daß mir Mädchen gefallen die jung aussehen, aber äusserlich eben mit ihren sexuellen Merkmalen entwickelt sind.
Was ich auch niemals machen würde ist - einen sexuellen Kontakt mit Mädchen unter 16 forcieren oder dergleichen.
Ich muss dazu sagen, daß ich nicht ausschliesslich und nur auf solche Mädchen stehe, und somit ist es so daß ich öfter nach "Mature" also älteren Damen und richtig erwachsenen Damen Ausschau halte. Ich will damit sagen, daß ich nicht ausschliesslich auf jüngere Mädels fixiert bin, sondern daß sie mir eben auch unter anderem gefallen.
Ausserdem erinnere ich mich an eine Begebenheit, als ich mit ca 18 jahren meine ca 12 bis ca 14 jährige cousine auf der couch liegen sag und ich dadurch erregt wurde. Das war ein einmaliges Erlebnis und ich hatte dies nie mehr danach.
Bitte helfen Sie mir weiter denn ich bin verzweifelt.
Danke
Tom
Kommentar:
Hallo Tom,
pädophil bist du wahrscheinlich nicht, sondern eher parthenophil, wie die Vorliebe für pupertierende Mädchen in wissenschaftlichen Kreisen genannt wird. Sexuelle Kontakte mit Mädchen zwischen 14 - 17 würden sich strafrechlich in einer Grauzone abspielen, aber wenn du weder das Interesse noch das Verlangen hast, diese Fantasien auszuleben, dann wirst du in dieser Beziehung auch keine Probleme bekommen. Wenn dich deine Vorliebe für junge Mädchen psychisch belastet, solltest du aber trotzdem überlegen, mit einem Therapeuten darüber zu sprechen.
Klar ist allerdings, dass sich diese Neigung niemals vollkommen wegtherapieren lässt. Du wirst in der irgendeiner Form lernen müssen, sie für dich zu akzeptieren, auch wenn du sie nicht auslebst. Vielleicht kann dir der Austausch mit anderen Betroffenen helfen, z. B. hier im Gästebuch.
Hallo Dominik,
ich möchte sagen, dass mich Deine Geschichte, das, was Du hier geschrieben hast, sehr bewegt hat.
Auch ich setze mich mit Hilfe des Schreibens mit meinen Problemen auseinander. Auf diesem Wege habe ich schon so manche Antwort gefunden.
Also, bei der Verarbeitung oder besser Aufarbeitung Deiner Vergangenheit kann Dir das Schreiben eine gute Hilfe sein.
Auch, es als ein geschlossenes Projekt zu sehen, in Deinem Fall als ein Buchprojekt, ist recht hilfreich. Es gibt dem Schreiben ein Ziel, einen Rahmen.
Die "Aha-Effekte" ergeben sich dann automatisch.
Einen Ghostwriter hinzuzuziehen ist aus den bereits schon genannten Gründen auch in meinen Augen eine gute Idee.
Selbst, wenn Du Dein Buch nie veröffentlichen wirst, es kann Dir helfen.
Allerdings kann das Schreiben nur ein Teil, ein Baustein Deiner Aufarbeitung sein.
Fachmännische, Psychologische Hilfe ist mit sehr großer Sicherheit zuerst angesagt.
Falls Du aber über das, was Dir angetan wurde vorerst nicht Face to Face reden möchtest,
hier:
http://www.hilferuf.de/forum/
in diesem Forum gibt es etliche Menschen, die dieses Schicksal teilen, mit denen Du Über Mail oder "Persönlicher Nachricht" Kontakt aufnehmen kannst. Schreiben kannst.
Auch parallel zu einer Therapie.
Vielleicht hilft es dir ja?
Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute
NewMan
PS. Noch ein kleiner Tipp vielleicht.
Ich würde Dir raten, wenn Du weiterhin über dieses wichtige Thema kommunizieren möchtest, Dir eine weitere E-Mailadresse zu zulegen, in der nicht Dein Klarname ersichtlich ist. ;-)
Dominik x
aus Deutschland
am Freitag, 13-11-09 21:54
Hallo!
Dennoch vielen Dank, auch wenn ich einfach nur mal mit jemanden Reden wollte. Ich habe meine Geschichte über 40. Jahre niemanden erzählt und schon fast vergessen gehabt. Meine einzige Tochter, die ich als alleinerziehungsberechtigter mit meiner jetzigen Ehefrau großgezogen habe, hatte vor 3 Jahren einen Sohn/ Enkel geboren. Wir haben ihn regelmäßig alle 14 Tage auf unser Grundstück und er hat sich gut entwickel, aber gleichzeitig kamen bei mir die ganzen Erinnerungen an meiner Kindheit hoch die vom Prinzip her 2 Jahre später in meiner Kindheit begannen und ich bin stolz darauf, dass seine Kindheit nicht so enden sollte wie es eins meine war. Aber ich möchte hiermit den Kontakt schließen und bedanke mich für ein offenes Ohr.
Max
am Freitag, 13-11-09 16:23
Hallo Dominik
Erstmal mein aufrichtiges Beileid zu dem, was du seit 40 Jahren still mit dir herumträgst!
Ich kenne eine Familie, wo nach mind. 4 Jahren rauskam, dass zwei Schwestern von ihrer jugendlichen Cousine missbraucht wurden... Soviel zum Tabu-Thema "Missbrauch durch Frauen".
Für dein Schreibprojekt rate ich dir aus MEINEM Wissen + Erfahrung, dich an das Bild eines Hochseilartisten zu halten und dir zuerst Sicherheitsnetz, Stange und Seil zu besorgen.
Erstmal psychologischen Rückhalt (therapeutische Hilfe): gleichsam Sicherheitsnetz und Stange für dein seelisches Gleichgewicht + Gesundheit. Sonst gelingt vllt das Buch aber kaum die Verarbeitung.
Dann wirst du noch ein Seil brauchen, dessen Höhe, Richtung und Festigkeit. Es gibt Leute, die das professionell machen: auf Wunsch bringen sie die Lebensgeschichte anderer in Buchform. Sie hören zu und erarbeiten Konzept + Darstellungsweise mit demjenigen.
Außerdem sind sie zugleich äußerer Beobachter und können so besser die Perspektive des Lesers im Auge behalten, während der Erzähler mit seiner Geschichte genug zu tun hat.
Meine Referenzen: ich schreibe selber, hauptsächlich fiktive Geschichten, die oft bildlich verpacken + verarbeiten, was mich schwer beschäftigt. Mindestens aufgrund meines jugendlichen Lebensalters von gerade mal Mitte zwanzig fehlt mir jedoch sicherlich die Erfahrung, um DEINE Lage erfassen zu können. Ich hoffe meine jungen Erfahrungen sind dir trotzdem eine Hilfe bei deiner Frage.
Alles Gute, Max
Dominik x
aus Deutschland
am Donnerstag, 12-11-09 22:04
Hallo!
Es wird viel über Pädophille geschriben, aber was ist es wenn es die 6 Jahre ältere Schweseter währe, die ein über 5 Jahre in der eignen Familie erst Übergriffe, dann Missbrauch mit ihren Bruder getrieben hatte, noch dazu der Jüngste von 7 Geschwister und vom Vater nicht anerkannten Sohn, weil er, was heute keiner mehr sagen will, dass Kind von sein Bruder ist. Aber es Lebt nun keiner mehr von den eigenen Eltern.
Kommentar:
Hallo Dominik,
das lässt die ganze Sache (und deinen Beitrag von gestern, 22.34 Uhr) schon ganz anders aussehen. Zunächst einmal denke ich, dass du dir dringend therapeutische Hilfe holen solltest, um deine Geschichte aufzuarbeiten. Du könntest dich auch an eine Anlaufstelle für sexuell missbrauchte Menschen wenden. Dort findest du ebenfalls Leute, die dir zuhören und dich gebebenfalls weitervermitteln können.
Ich helfe gerne weiter, wo immer ich kann, aber ob ich dir in deinem Fall gerecht werden kann, das weiß ich nicht, da ich keinerlei Erfahrung in der Betreuung von Missbrauchsopfern habe. Vieleicht weiß ja einer der anderen Leser noch einen Rat, wohin du dich konkret wenden könntest.
Hallo an Leute mit Erfahrungen.
Wie soll ich mich verhalten wenn ich über meine Kindheit ein Buch über wahres schlechtes erlebtes Schreiben möchte. Aber über 40. Jahre wegen Beeinflussungen geschwiegen haben um nicht den letzten Rest meiner ehm. Großfamilie als Jüngster zu verlieren. Dennoch kommen diese Bilder in den letzten Jahren immer wieder hoch und ich hoffte sie durch das aufschreiben verarbeiten zu können.
Dominik
Kommentar:
Hallo Dominik,
ohne genauere Informationen ist es schwer, dir einen Rat zu geben, weil du nicht schreibt, was du in deiner Kindheit erlebt hast und welche Rolle deine Familie dabei spielte.
Unabhängig davon glaube ich aber, dass das Aufschreiben der eigenen Geschichte bereteis eine große Entlastung sein kann - und sogar eine therapeutische Wirkung haben kann. Ob und in welcher Form fu deine Geschichte veröffentlichst (z. B. als Buch oder auf einer Homapage) ist dann die zweite Frage. Ganz sicher gibt es auch die Möglichkeit, deine Erinnerungen anonym zu veröffentlichen, falls du allzu große Schwierigkeiten mit deiner Familie befürchtest, aber das muss mna dann sehen, wenn es soweit ist.
Vroni
am Donnerstag, 05-11-09 17:00
Hallo Marco, ich war heute das erste Mal auf deiner Seite, habe aus persönlichen Gründen gerade sehr gemischte Gefühle zum Thema Pädophilie, aber ich wollte einfach mal "Danke" sagen, da du hier soviel Informationen gibst, die anders wo nicht zu bekommen sind.
Schade, dass es hier kein Forum gibt, nicht nur für betroffene Männer, denn anscheinend gibt es viele Frauen, die in einer Beziehung leben, in der Pädophilie vorliegt oder der Verdacht besteht. In meiner Partnerschaft trifft zweites zu, allerdings liegen die Dinge nicht so einfach.
Aber mir ist auch klar, das ein Forum mit diesem Schwerpunkt ein "heißes Pflaster" wäre, konstruktiv diskutieren ist nicht jedermans Ding. Dabei wären Gespräche manchmal so wichtig.
Weiterhin alles Gute!!
Hallo Marco,
ich möchte Dir herzlich zu Deinem Auftritt bei RTL gratulieren.
Allerdings, die Reaktionen... .
Mit wirklicher Prävention hatte das nichts zu tun, was ich so gelesen habe. Leider.
Aber, Dein Part, Hut ab.
Hallo Johanna,
sei gegrüßt.
Ich freue mich über Deinen Eintrag. Bewundere Deinen Mut und Deine Stärke, diese Herausforderung anzunehmen.
Für welche Beziehung gibt es schon Garantien?
Ausführlicher werde ich auf Deine Frage(n) ;-) gerne eingehen, wenn der gute Vorschlag von Max Realität geworden ist.
Wenn Du magst, kannst Du mir aber auch per Mail schreiben.
Liebe Grüße
NewMan
Gabriel
am Mittwoch, 28-10-09 22:28
Liebe Johanna,
dein Beitrag hat mich sehr bewegt. Ich bewundere dich für deine Kraft und die Art und Weise, wie du zu deinem Partner stehst. Ich selbst bin pädophil und habe lange Jahre mit einer erwachsenen Frau in einer Beziehung gelebt.
Wenn du magst, kannst du Marco nach meiner E-Mail-Adresse fragen, dann können wir uns gerne ein wenig austauschen - und du kannst mir vor allem die Fragen stellen, die dich vielleicht in Hinblick auf Pädophilie und Partnerschaft bewegen. Öffentlich, d.h. hier im Gästebuch, spräche ich da nur ungerne drüber.
Liebe Grüße
Gabriel
Johanna MMMM
am Dienstag, 27-10-09 22:10
Hallo an alle!
Schon seit längerer Zeit bin ich hier im Forum als "stumme Leserin" unterwegs und möchte nun endlich mal ein paar Worte schreiben.
Zuerst einmal möchte ich DANKE sagen an Marco und sein Engagement, diese Seite am Leben zu erhalten und natürlich an alle, die mit ihren Beiträgen die Lebendigkeit und Aktualität hier unterstützen. Vieles hat mir wertvolle Einsichten verschafft und Unklarheiten sehr viel klarer gemacht.
Nun, warum bin ich aber eigentlich hier!?
Seit geraumer Zeit befinde ich mich in einer Partnerschaft mit einem Mann, der sich mir gegenüber zu seiner Pädophilie bekannt hat. Einige Beiträge von Frauen waren hier schon zu lesen, denen es ähnlich geht und ich habe mir manches Mal gewünscht, mit jemand dieses Thema endlich einmal offen besprechen zu können. Dann wieder habe ich genauer hingeschaut und (wie in jeder anderen Beziehung!) festgestellt, dass mir da von 'außen' eben doch niemand Ratschläge geben kann, ohne meinen Partner und die ganze Situation an sich zu kennen! Denn "den" Menschen schlechthin, der eine pädophile Neigung hat, gibt es wohl genauso wenig wie "den" Menschen mit "normaler" sexueller Präferenz. By the way... was ist normal...? Und eben auch keine Rezepte für Beziehungen. Vielleicht wäre es aber auch hilfreicher, nicht mit den Partnerinnen, sondern mal die Erfahrungen der betroffenen Männern zu hören. Ich weiß es auch nicht so genau...
Nun, die Sache ist so, dass ich meinen jetzigen Partner schon viele Jahre kenne und mir über Jahre nicht wirklich erklären konnte, warum er als kontaktfreudiger, offener Mensch nicht in einer Beziehung lebt. Irgendwann ist bei mir das Gefühl für ihn von Freundschaft in mehr umgeschlagen, was ich dann auch geäußert habe. Reaktionen darauf, waren einigermaßen diffus und ich beschloss, es also weiterhin als "Freundschaft" zu sehen.
DAS ging irgendwann von meiner Seite aus nicht mehr. (Es geht hier um Jahre!) Mit unglaublich großer Überwindung habe ich den Kontakt abgebrochen, da ich keine andere Alternative sah.
Das Ergebnis war, dass es zu dem Eingeständnis kam, dass er sich von Jungs im vorpubertären Alter angezogen fühlt, mich aber keinesfalls als Teil seines Lebens verlieren möchte. Da saß ich nun.
Ich hatte mit allem gerechnet bzw. mich mit einem Abschied abgefunden. DAS hatte ich nicht in meinem Vorstellungsrepertoire.
Schlaflose Nächte, viele Tränen, viel Traurigkeit und Verwirrung fogten. Und am Ende von diesem anstrengenden Tunnel (der mich immer wieder übelst erwischt!) die Erkenntnis: da sitzt mir noch immer derselbe unglaublich liebenswerte Mensch gegenüber.
Hm... wir haben entschieden, es miteinander zu wagen. Wir leben KEINE Sexualität miteinander, wohl aber einen sehr zärtlichen, liebevollen und ehrlichen Umgang. Ich weiß NICHT, ob das funktionieren kann. Vielleicht überschätze ich mich und uns, wobei ich mich als das Gegenteil von naiv bezeichnen würde.
Ich stehe sehr real in diesem Leben, wie mein Partner auch und mehr als schiefgehen kann es wohl nicht. Unter wirklich schwierigen Vorzeichen sind wir dieses Wagnis eingegangen, die vielleicht eine Beziehung mit erfüllter Sexualität nicht mit sich bringen, aber einen Garant für Liebe und Partnerschaft auf Augenhöhe gibt es nicht.
Nun höre ich mal wieder auf und möchte jedoch abschließend doch noch eine Frage stellen an alle, die hier mitschreiben und -lesen. Habt Ihr euch jemals eine Partnerschaft zu einem anderen erwachsenen Menschen vorstellen können oder es vielleicht auch versucht? Vielleicht lebt ja auch jemand in einer solchen Beziehung? Habt ihr die Karten von Anfang an auf den Tisch gelegt? Ok, EINE Frage ist das nicht mehr...
Es stapeln sich Fragen in meinem Kopf... aber vielleicht hat ja jemand Lust, sich zu diesem Thema einmal auszutauschen.
Liebe Grüße, Johanna
Gabriel
am Sonntag, 25-10-09 22:14
Hallo Elias,
ich habe soeben deinen Beitrag gelesen und möchte dir meine Unterstützung aussprechen. Die Feststellung, dass man selbst pädophil ist, reicht allein schon aus, um die Gefühle in starke Verwirrung zu bringen, um erst einmal zu verzweifeln. Wenn dann auch noch die Entdeckung hinzukommt, sich ernsthaft in ein Mädchen verliebt zu haben, ist das noch einmal so schlimm. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Wenn du das Gefühl hast, dass dir die Situation entgleist, dass ein Kontakt böse enden könnte, dann meide ihn dringlichst in nächster Zeit. Ich weiß nicht, wie alt dieses Mädchen ist, aber natürlich kann es ab einem bestimmten Alter, kurz vor oder am Anfang der Pubertät Situationen geben, in denen Mädchen ein wenig zu kokettieren anfangen - OHNE abzuschätzen, was die eigentlichen Konsequenzen ihres Handelns sein können. Du darfst eines nämlich nicht vergessen: Es bleiben noch unerfahrene Kinder! Und du bist der Erwachsene, der Verantwortung beweisen MUSS! Du machst mir den Eindruck, als wäre dir das eigentlich klar, denn du schreibst ja, du wüsstest genau, dass du ein Kind vor dir hast, dem du nicht schaden möchstest. Diese Einsicht ist gut und wertvoll! Bewahre sie dir! Wir alle hier können dich natürlich nicht therapeutisch beraten, dafür hat Marco auf die entsprechenden Adressen verwiesen. Aber wenn es dir schlecht geht, hören wir gerne zu. Auch meine Mail-Adresse kannst du für einen solchen Fall gerne haben. Glaube mir, ich kann deine Emotionen gut verstehen, denn ich liebe seit über
1 1/2 Jahren ein junges Mädchen, mit dem ich inzwischen befreundet bin. An machen Tagen bin ich glücklich, an anderen tut es sehr weh. Aber ich habe gelernt, damit umzugehen, zum Wohle meiner großen Liebe! Das kannst du auch, wenn du nur willst. Du kannst stark sein. Gib dich nicht auf! Du bist nicht allein!!!
Liebe Grüße und alles Gute
Gabriel
Hallo Elias,
willkommen auf Marcos Site.
Was Du schreibst, klingt so, als stündest Du ganz am Anfang Deines langen Weges.
Hilfe gibt es mittlerweile schon. Siehe Linkliste.
Fürs Erste möchte ich Dir raten, den Kontakt zu Mädchen Deiner Präferenz weitest gehend zu meiden.
Grundsätzlich kannst Du davon ausgehen, dass KEIN Kind sich Dir in irgend einer Weise "hingeben" will. Wenn Du je diesen Eindruck hast, dann ist eher der Wunsch der Vater des Gedanken.
Wenn Du weder das Mädchen, noch Dich unglücklich machen willst, solltest Du dann die Situation umgehend verlassen, egal, wie schwer es fällt.
Die schlechte Nachricht ist, Dein Weg ist noch lang.
Die gute ist, wenn Du dran bleibst, an der Arbeit an dir, dann wird es leichter.
Du kannst Deine Umwelt kaum verändern.
Aber Deine Sichtweise. Und DAS macht es in Zukunft leichter.
Alles Gute
Newman
Das Angebot eines E-Mailkontaktes besteht natürlich auch von meiner Seite.
Max
am Sonntag, 25-10-09 00:27
Hallo Elias
wenn du anfang der woche was gepostet hast, könnte es in den Serverproblemen Mo-Mi untergegangen sein.
Was meinst du mit dem "hingeben", was schon ein paar Mal fast passiert sei von ihrer Seite?
Ich kenn dich zwar nicht, hatte beim Lesen deines Eintrages aber das starke Gefühl, dass du vielleicht eine Pause gebrauchen könntest, also eine Weile den Kontakt zu diesem Mädchen meiden oder einschränken. (So weit, das alle Situationen, die dich augenblicklich verunsichern, ausgeschlossen sind; zB spontan verreisen) Das hat mir zu Beginn auch mal sehr gut getan: ein paar Wochen lang meine Initiative zum Kontakt zu Kindern auf Guten-Tag und Aufwiedersehen und Handschütteln begrenzt.
Wenn du magst, kannst du uns anschreiben. (gegebenenfalls deine E-Mail über Marco an mich weiterleiten lassen) Wir helfen gern mal akut mit "Hausmittelchen" oder hörendem Ohr!
Doch echte nachhaltige fachliche Hilfe können wir nicht bieten. Das braucht mehr und da sei nochmal auf Marcos Tipp im Kommentar zu deinem Eintrag verwiesen.
Schön dass du dich gemeldet hast! Viel Erfolg und hoffe, das hilft dir momentan weiter.
Max
Elias
am Samstag, 24-10-09 10:36
Guten Morgen,
vor einigen tagen hatte ich mein ComingOut hier und dem wurde keine Beachtung geschenkt, weil es nicht hier veröffentlich wurde. Ich möchte klarstellen, dass ich kinder liebe, über alles soagr. Nur leider hatte ich in den letzten knapp 12 Monaten die Erfahrung machen müssen, dass ich mich tatsächlich in ein junges ;Mädel verliebt hatte. Ich bin auf der Scuhe nach Hilfe, um von dieser verrückten Fantasie loszukommen, mich wieder in den Griff zu kriegen. Aber wenn man meiner Angst keine beachtung schenkt, dann frage ich mich wirklich, ob es Hilfe für mich gibt. Denn eines staeht ganz klar fest, ich will/würde sowas nie einem kind antun. Aber ich habe Angst davor, dass ich mal falsch liegen könnte und Geborgenheit und Zuneigung mit Liebe zu verwechseln, denn ich habe inzwischen verstanden, egal wie weit sie ist, dass sie noch immer ien kind ist. Ich wäre dankbar, wenn man mir hier Beachtung schenken würde. Denn was ist, wenn sie sich mir hingibt, wie schon einige Male fast geschehen und ich nicht begreife, dass sie noch ein Kind ist ud ein erwachsener Mann? Ich will das nicht, bin aber schon seit 4 Jahren alleine.
GLG
Elias
Kommentar:
Hallo Elias,
leider weiß ich nicht, was du meinst. Ich hatte vorher noch keinen Gästebucheintrag von dir, dies ist der erste.
Wenn du auf der Suche nach therapeutischer Hilfe bist, dann wäre es interessant zu wissen, welche Versuche du schon unternommen hast. Wie du vielleicht schon gesehen hast, habe ich unter "Wo finde ich Hilfe?" eine kleine Liste mit Beratungsstellen zusammengestellt. Es sind zwar nur wenige, aber wenn du Glück hast, ist vielleicht etwas in deiner Nähe dabei. Mehr kann ich dir so spontan leider nicht raten.
Hallo Forenbesucher, Interessierte und Betroffene,
ich möchte mich kurz vorstellen: Mein Name ist Kerstin, ich lebe in München und bin Wissenschaftsjournalistin. Ich habe in den vergangenen 2 Jahren gemeinsam mit einer Psychoanalytikerin das Thema "Kindesmissbrauch" recherchiert und hier expliziet nur die Seite der "Täter". Das Buch ist nun bei einem med. Fachbuchverlag erschienen und ich möchte nun hier die ISBN posten. Ich hoffe das mir das gestatttet wird vom Seiteninhaber. Die ISBN lautet: 3794526333 (Titel: Missbrauchstäter: Phänomenologie - Psychodynamik - Therapie)
Meine/Unsere Intention war von Anfang an, das Thema einmal von dieser Seite zu beleuchten, wertfrei und rein wissenschaftlich. Den Opfern wird viel (Medien)Aufmerksamkeit gegeben, m.E. widmet sich die Gesellschaft und auch die Forschung in Deutschland zu wenig den Tätern. Das wollten wir ändern, wollen in einen Dialog treten, denn nur die Frage nach dem "Warum" und eine eingehende wertfreie Ursachenforschung kann m.E. dazu führen das Problem wirksam und langfristig zu bekämpfen. Im Rahmen der Recherche (viele Fallbeispiele) habe ich viele Täter kennen gelernt und auch versucht zu verstehen. Das ist mir mal mehr mal weniger gelungen, doch wichtig war zu erkennen, dass nicht alle gleich sind. Unterchiedliche Leben und unterschiedliche Ursachen. All das haben wir verarbeitet, um Fachpersonen einen Einblick zu gewähren, aber letztlich auch, um den Tätern (und vielleicht früheren Opfern??) die Chance zu geben, sich und Ihr Leben zu verstehen. Und so einen Ansatz zu haben, sich selbst zu helfen oder Hilfe zu finden, so sie es wollen.
Gern kann man mich kontaktieren für Rückfragen. Ich würde mich freuen, wenn das Buch auch bei denen eine Resonanz findet, die Teil dieser Geschichte - des Buches sind - und natürlich auch der Gesellschaft.
Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung und würde mich freuen, wenn Sie eine Information über die Lektüre weitergeben an alle die Interesse haben. Wie oben erwähnt kann man mich auch gern kontaktieren.
Mit herzlichen Grüßen aus München und den besten Wünschen für Ihrer aller Zukunft grüßt herzlichst
Kerstin
Kommentar:
Hallo Kerstin,
vielen Dank für den Hinweis auf dein neu erschienenes Fachbuch, das ich noch nicht kannte. Ich habe mir die Produktbeschreibung beim Schattauer-Verlag angesehen. Die Lesepoben machen einen guten Eindruck und wecken Interesse auf mehr. Vielleicht bekomme ich bald Gelegenheit, das Buch zu lesen!
bisher \"noch nicht\" Burkhard
am Freitag, 11-09-09 22:53
Hallo
Zunächst einmal möchte ich mir einen Namen geben. Jemand konnte mal meinen Namen nicht merken und nannte mich Burkhard- bleiben wir mal dabei. Ich habe hier bisher einen Eintrag geschrieben unter "noch nicht".
Ich habe bisher noch nicht an einer Therapie teilgenommen. Aber ich habe mich über einen Zeitraum von ca. 4 Jahren mit mir und meiner Vergangenheit intensiv auseinander gesetzt, in Form eines Tagebuches. Wollte damals eine Therapieeinrichtung besuchen, aber es kam letztenendes anders.
Ich bin Christ. Ich hab auf dieser Seite den Bericht mit dem Schachklub gelesen und er ging mir echt an Herz und Nieren. Tut mir echt leid, was Du erlebt hast.
Mir selber gings so, daß es vor ca. 15 Jahren einen Punkt gab, da stand ich vor der Entscheidung die Homosexualität oder Jesus zu wählen. Ich entschied mich für Jesus, was längst nicht alles einfach machte, aber alles anders machte. Und heute lebe ich gerne. Doch das ist ein anderes Thema. Aber der Glaube ist dein Fundament in unserer Ehe und eine starke Verbindung.
Kommen wir zum Sex. Zugegeben- er spielt nicht die größte Rolle in unserer Ehe. Aber das trifft auf viele "normale" Ehen zu. Besonders in Zeiten der Schwangerschaft. Leider. Es ist sogar so, daß mir der Sex wichtiger ist als meiner Frau. Mag einer sagen, es sei nur ein Ersatz für meine wirklichen Fantasien oder ein Ausleben meines Wunsches nach Normalität. Ist mir egal. Ich sage, es macht mir einfach Spaß mit meiner Frau Sex zu haben. Wir sind uns seelisch sehr nahe, also möchte ich ihr auch körperlich nahe sein. (Ich lese ihr das gerade alles vor, weil ich möchte, daß sie damit einverstanden ist, was ich (anonym) öffentlich mache.)
Wenn wir uns gestritten haben, hab ich auch keinen Bock auf körperliche Nähe. Da kann sie nackig Hulahula tanzen, dann ist mir Sex total egal. Nur um anzudeuten, wie ich sexuell gepolt bin.
Soll mir keiner sagen, die Pädophilie sei nur ein Hirngespinst meinerseits. Ich hab höchsten ein mal von einer nackten Frau geträumt in meinem ganzen Leben. Aber Jungs spielen immer wieder mal eine Rolle in meinen Träumen. In den Träumen bin ich eigentlich immer passiv, was aber auf meine konservative Erziehung zurückzuführen ist. Ich trau mich einfach nicht in den Träumen. Ist auch gut so. Ich bemüh mich, sie immer so schnell wie möglich zu vergessen.
So weit erstmal wieder. Aber es stimmt wohl, meine Beziehungsfähigkeit ist wohl noch echt gut.
Gruß, Burkhard
Kommentar:
Hallo Burkhard,
grundsätzlich finde ich es gut, wenn jemand Kraft und Trost in seinem Glauben findet. Wenn du das geschafft hast, dann kann ich dich dazu nur beglückwünschen. Ich würde dir aber trotzdem, über eine Sexualtherapie nachzudenken, denn du schreibst selbst, dass du noch einen ganzen Berg an sexuellen Problemen mit dir herumschleppst. Allein mit Hilfe deines Gaubens wirst du diese Probleme - sei es mit deiner Frau, seien es die pädophilen Fantasien - nicht lösen können.
Ich will hier keine Religionskritik üben, das liegt mir völlig fern. Dem Trugschluss: "Ich habe meinen Glauben und brauche keine Therapie!" haben sich aber schon zu viele hingegeben, sonst gäbe in den Kirchen nicht diese erschreckend hohe Zahl an päpophilen Priestern und anderen Missbrauchsfällen.
NewMan
aus Deutschland
am Freitag, 11-09-09 00:48
Hi Marco,
in diese Richtung habe ich schon mal in der Charite gefragt, da lief meine Thera noch. Der Grund für die Ablehnung seinerzeit war der Betreuungsaufwand. Aber klar, beim nächsten mal kann ich ja noch mal anfragen. Das Schreiben an Hänsel und Gretel könnte am Montag raus gehen.
Hat wer vielleicht noch andere Ideen?
Gruß NewMan
Caroline Kaiser
aus Amsterdam
am Dienstag, 08-09-09 22:36
Hallo Gabriel,
dieses Gästebuch eignet sich nicht für eine ausführliche Diskussion. Aber Du kannst Deinen kritischen Beitrag gerne in den Schutzalterblog kopieren. Oben habe ich eine ausführliche Analyse zweier Kollegen der Uni Amsterdam verlinkt.
Ich will hier nur kurz drauf eingehen, zumindest in einem Punkt habt ihr mich mißverstanden.
"Nun, zunächst einmal empfinde ich die ständigen Vergleiche zwischen Kinder-, Erwachsenen- und Jugendpornografie als unpassend."
Für die Gleichsetzung von Kinder- und Jugendpornographie bin ich nun wirklich nicht verantwortlich.
"Es mag sein, dass von allen drei Bereichen unter entsprechenden psychosozialen Umständen ein ähnliches Suchtpotenzial ausgehen KANN"
Mir ging es nur um das Suchtpotential. Ich wollte mit dem Mythos aufräumen, daß hier ein besonders hohes Suchtpotential besteht. Das Suchtpotential ist nicht wesentlich höher als bei anderer Pornographie auch. Nach Prof.Quayle, immerhin der ehemalige wissenschaftliche Leiter der obersten Ermittlungsstelle KP (COPINE), liegt die Gruppe der exzessiven Vielsammler bei rund 12%. Damit liegt sie kaum höher als bei den Normalpornokonsumenten, die auf etwa 8-10% geschätzt wird. Diese höhere Prozentzahl erklärt Prof. Quayle durch das Verbot. ( erklärt sich von selbst )
"KiPo unterscheidet sich aber in einem Kriterium erheblich von gängigen "normalen" Pornos"
Dies habe ich ja nie bestritten.
"KiPo richtet unermessliches Leid an, weil Kinder für diese Filme gequält, missbraucht und brutal vergewaltigt werden."
Dies ist allerdings auch eine grobe Verzerrung. ( siehe Studie )
Ein Teil der Super8 KPs bestand ja aus abgefilmten Doktorspielen von Kindern ( ohne Erwachsene ).
Natürlich ist soetwas abzulehnen, denn die Kinder konnten ja gar nicht erfassen, daß sie gefilmt wurden und daß diese Aufnahmen öffentlich gemacht worden sind. Dies reicht für mich dann aber auch schon als Begründung aus, jegliche KP abzulehnen. KP sind eben nicht automatisch "zerfetzte Babykörper und vor Schmerzen schreiende Kleinkinder" ( OT Frau von der Leyen ). Rückwirkend wird hier aber auf der einen Seite viel verklärt ( auf pro-pädophilen Seiten ), auf der anderen Seite wird enorm viel verzerrt.
noch nicht
am Dienstag, 08-09-09 15:15
Hallo
Vielen Dank für die einfühlsamen Berichte. Ich fühlte mich sehr verstanen und gut aufgehoben. Bin 40, verheiratet (meine Frau weiß Bescheid), eine Tochter, ein weiteres unterwegs.
Ich werde nun häufiger diese Seite besuchen. Selber dachte ich lange Zeit, ein Spätstarter in Sachen Sexualität zu sein. Dann wurde hatte ich keine Zweifel mehr an meinen homosexuellen Gefühlen, so um die dreißig tat sich mir der wirkliche Abgrund auf.
Meine tiefste Scham über mich selber habe ich überwunden, seit Jahren freue ich mich wieder am Leben. Ich bin Gott dafür dankbar. Ich sehe mich nicht mehr als Monster.
So weit erstmal, ich schau mal wieder rein, danke für die offene, saubere Sprache
Gabriel
am Montag, 07-09-09 22:33
Hallo Caroline,
an deinen Beiträgen gibt es ein paar Dinge, die ich persönlich nicht nur störend, sondern auch verharmlosend bis anmaßend finde. Wie dieser Eindruck bei mir entsteht? Nun, zunächst einmal empfinde ich die ständigen Vergleiche zwischen Kinder-, Erwachsenen- und Jugendpornografie als unpassend. Es mag sein, dass von allen drei Bereichen unter entsprechenden psychosozialen Umständen ein ähnliches Suchtpotenzial ausgehen KANN, KiPo unterscheidet sich aber in einem Kriterium erheblich von gängigen "normalen" Pornos: KiPo richtet unermessliches Leid an, weil Kinder für diese Filme gequält, missbraucht und brutal vergewaltigt werden. Das ist ein trauriges Faktum, das sich jeder immer wieder bewusst machen muss, wenn er auf die Suche nach solchem Filmmaterial geht! Kinder mussten und müssem dafür leiden! Es ist sicherlich nicht auszuschließen, dass gelegentlich auch Frauen gegen ihren Willen in Pornos mitwirken, aber eine Menge lassen sich wohl dafür bezahlen - und entscheiden freiwillig über ihre Mitwirkung. Allein aus diesem Grund ist ein Vergleich zwischen KiPos und Erwachsenenpornos eigentlich unzulässig! Aber du sprachst ja letztendlich von der angeblich geringen Suchtgefahr, unter anderem mit folgender Begründung: "Eine besondere Sucht gibt es aber nicht, auch die immer wieder geäußerte Behauptung, das Anschauen von KP könnte süchtig machen. Dann wären ja Ermittler, Staatsanwälte, Sexualwissenschaftler, Forscher, usw. extrem gefährdet."
Auch dieser Vergleich hinkt meines Erachtens. Auch wenn es Pädophile in sämtlichen Berufgruppen und Bevölkerungsschichten gibt, sind die meisten der von dir angeführen Personengruppen wahrscheinlich hetero- oder homophil, d.h. sie reagieren nicht verstärkt auf kindliche Körper. Somit haben sie zumindest die Möglichkeit, ihre Sexualität in der Realität auszuleben - und werden noch dazu durch unsere Medien mit nackten Erwachsenenkörpern überflutet. Pädophil empfindenden Menschen ist diese Option der natürlichen Triebabfuhr aber in der Realität UND in der legalen medialen Fiktion nicht gegeben. Wenn sie nicht gelernt haben, mit ihrer Neigung vernünftig umzugehen, wenn sie ihren Trieb nicht im Griff haben, dann reagieren sie, einmal mit KiPo konfrontiert, erheblich stärker darauf, als ein "normal" empfindender Mensch und können eine regelrechte Sucht nach immer neuem Material entwickeln, eben weil sie darin ein Mittel zur Triebbefriedigung sehen.
Viele Grüße
Gabriel
Kommentar:
Hallo Gabriel,
danke für deinen Beitrag, der mir absolut aus der Seele spricht. Du hast den entscheidenen Unterschied zwischen Kinderpornographie und anderen Pornographieformen exakt auf den Punkt gebracht: Erwachsene wirken in der Regel freiwillig bei pornographischen Aufnahmen mit. Kinder hingegen werden benutzt, manipuliert oder sogar mit Gewalt gezwungen, bei Inzenierungen mitzuwirken, die sie noch gar nicht begreifen und gegen die sie sich auch kaum zur Wehr setzen können. Von daher ist Kinderpornographbie grundsätzlich als sexueller Missbrauch anzusehen, Pornographie mit Erwachsenen dagegen nicht, so geschmacklos sie im Einzelfall auch sein mag.
Hans Schwede
aus Berlin
am Sonntag, 06-09-09 10:44
Lieber Marco,
eine beeindruckende Seite! Hut ab für Ihren Kampf!
Selbst nicht betroffen, aber aus beruflichen Gründen seit Jahren an den Entwicklungen in der Innen-, Rechts- und Innersicherheitspolitik interessiert, sehe ich mit wachsender Besorgnis eine wahre Hexenjagd gegen Pädophile (oder was man dafür hält), die man offensichtlich für die wachsende Bedrohung hält.
Seien es die leidigen Internetsperren von Frau v. d. Leyen, seien es Demos der NPD, die härteste Strafen fordern, seien es entsprechende "BILD"-Schlagzeilen. Pädophilie scheint sich ganz hervorragend für viel Heuchelei, Doppelmoral, als Projektionsfläche für unbestimmte Ängste, für Demagogie und als Ablenkungsmanöver zu eignen. Viele Menschen sind überzeugt, dass die Pädophilie zunimmt, dass unsere Kinder immer gefährdeter sind. Geht es um den "Unhold", den "Kinderschänder", spielen in der privaten und der veröffentlichten Meinung der Rechtsstaat und die Humanität keine Rolle mehr. Es wird kein Mensch mehr gesehen, sondern nur ein Monster. Ein Monster, das die Menschenwürde nicht verdient.
Mir macht das mehr Angst, als die Angst, meine Kinder könnten Opfer eines Pädophilen werden.
Die wahren Daten (Kriminalitätsentwicklung), die Ursachen, die Therapiemöglichkeiten, die Differenzierung zwischen Straftätern und Pädophilen, die wahren Bedrohungen in der Familie, all das kommt erst ans Licht, wenn man sich intensiver und unvoreingenommen mit diesem Thema beschäftigt.
Aber erst jetzt kann ich durch Ihr Schicksal nachvollziehen, was Pädophile erleiden und leisten, die sich nicht strafbar machen, die verzichten, weil sie sich ihrer Verantwortung bewusst sind, die sie für KInder zu tragen haben. Ich wünsche mir noch viel mehr Vernunft, viel mehr Aufklärung, viel mehr rhetorische und rechtliche Abrüstung in der Gesellschaft, die die Pädophilen nicht als Sündenböcke missbrauchen darf. Stattdessen wünsche ich mir offenes und unbefangenes Zugehen auf eine Gruppe von Menschen, die sich ihr Schicksal nicht ausgesucht haben, die aber zugleich auch dagegen kämpfen, dass ihr Schicksal zum traurigen Schicksal von Kindern wird, die hierdurch immer schwerste Schäden an Körper und Seele nehmen.
Hier tut Unterstützung not und ich bin froh, dass es die Angebote wie hier in Berlin in der Charite gibt und dass Sie es sich trauen, so engagiert mit Ihrem Schicksal und Ihrer Herausforderung in die Öffentlichkeit zu gehen!
Mit herzlichen Grüßen
H.S.
Caroline Kaiser
aus Amsterdam, Niederlande
am Sonntag, 06-09-09 00:15
Das Charite Projekt sehe ich (leider) immer kritischer, da es den Bereich der strafbaren Pornographie immer weiter ausdehnt, analog zum Gesetzgeber.
http://schutzalter.twoday.net/stories/5600530/#5822300
Zum Thema KP Sucht:
Die ist doch größtenteils ein Mythos, natürlich werden in der Presse immer gerne die Besitzstraftäter genannt, die riesige Sammlungen haben. Es gibt aber auch noch wesentlich mehr, die nur eine begrenzte Anzahl von Filmen/Magazinen haben.
( Dazu gibt es in Skand/NL auch Auswertungen )
Dies sind meist die, die nur Interesse an dem Altmaterial haben. Leider ist eben ein Teil der "normalen" Pornographie mit der KP verwoben. So gibt es bei Color Climax/Filmlab eben außerordentlich viele Komplettsammler, die dann auch das KP mitsammeln. Wenn es hier eine große Suchtgefahr geben würde, dann müßten die ja alle enorm große Sammlungen von KP Material haben. Eher sollte man überlegen, wie man diese Komplettsammler aus der Strafbarkeit herausholt, anstatt mit der JP noch mehr Pornographie in den strafbaren Bereich zu ziehen.
Kommentar:
Hallo Caroline,
wenn du das Suchtpotential von Kinderpornographie als "Mythos" bezeichnest, dann muss ich dir entschieden wiedersprechen. Ich habe mit Pädophilen gesprochen, die in der Vergangenheit Kinderpornographie konsumiert haben. Fast alle haben mir bestätigt, dass sie aus eigener Kraft nicht mehr davon loskamen, sobald sie sich daran "gewöhnt" hatten. Als sie erwischt wurden, war das für viele eine Art "Befreiungsschlag", für den sie im Nachhinein sogar dankbar waren.
Gerade wegen dieses hohen Suchtpotentails halte ich Therapieprojekte, wie sie die Charité anbietet, für dringend notwendig, denn wer einer Sucht erlegen ist, wird sich durch Strafe kaum abschrecken lassen. Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was die Charité sagt und tut, aber dass solche Projekte notwendig sind, steht für mich außer Frage.

