Mittwoch, 10.03.2010

Links

 

Interessante und wissenswerte Seiten rund um die Themen Pädophilie, sexuellen Missbrauch und Kinderschutz. Nur zur Vorsicht: Auf die Inhalte der verlinkten Seiten habe ich keinen Einfluss und übernehme deshalb keinerlei Gewähr für deren Rechtmäßigkeit.

 

Hilfe und Beratung:

Kein Täter werden

Das viel beachtete Pilotprojekt der Berliner Charité zur Erforschung der Pädophilie. Männer mit pädophilen Neiungen können sich hier behandeln und beraten lassen. Der Ansatz ist bislang neu und einzigartig: Die Pädophilie soll als Bestandteil der eigenen Persönlichkeit akzeptiert werden, gleichzeitig werden aber klare Grenzen aufgezeigt, wenn es um den Schutz von Kindern geht.

Prävention von Kinderpornografiekonsum im Dunkelfeld

Die Website zum neuen Präventions-Projekt der Charité, das sich speziell an die Nutzer von Kinderpornographie richtet. Auf dieser sehr informativen Seite wird nicht nur das neue Projekt vorgestellt. Es auch wichtige Hintergrundinformationen über Kinderpornographie und sexuellen Missbrauch, über medikamentöse Therapien und anderes mehr.

Hänsel und Gretel

Die Karlsruher Stiftung engagiert sich in der Missbrauchsprävention, unterstützt konkrete Projekte und gehört zu den wichtigsten Förderern des Charité-Projekts.

Dunkelziffer e.V. Hilfe für missbrauchte Kinder

Der Hamburger Verein bietet Hilfe und Betreuung für sexuell missbrauchte Kinder.

Platzverweis!

Diese Informationsbroschüre der Opferschutzorganisation „Zartbitter“ wendet sich speziell an Jungen. Thematisiert wird der sexuelle Missbrauch von Jungen durch Sporttrainer und andere Jugendbetreuer. Eine sehr empfehlenswerte Broschüre mit vielen guten und sehr wichtigen Tipps.

Zartbitter Köln e.V.

Die Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch bietet umfangreiche Materialen zur Missbrauchsprävention für Kinder, Jugendliche und Eltern.

Deutscher Kinderschutzbund

Der größte und bekannteste deutsche Kinderschutzverband bietet Information und Beratung zu allen Bereichen des Kinderschutzes.

Berliner Jungs

Sexueller Missbrauch an Jungen ist immer noch ein großes Tabuthema. Dieses Projekt wendet sich speziell an Jungen, um sie über pädophile Täterstrategien aufzuklären und gegen sexuelle Übergriffe stark zu machen. Neben der Möglichkeit zur individuellen und vertraulichen Beratung werden auch Kurse für Schulklassen und andere pädagogische Einrichtungen angeboten. Wer sich vorab informieren möchte, findet auf der Homepage umfangreiches Info-Material zum Download.

Pänz up!

Dieses Projekt wurde 2002 in Köln gegründet und verfolgt die gleichen Ziele wie die „Berliner Jungs“, nämlich Aufklärung und Hilfe bei sexuellen Übergriffen gegen Jungen.

 

Pädophilie:

Pädophilie zwischen Dämonisierung und Verharmlosung

Ein Fachaufsatz der Sexualtherapeutin Dr. Sophinette Becker aus Frankfurt. Die Autorin vertritt eine sehr ausgewogene Einstellung: Sie entlarvt die sog. „pädophile Ideologie“ als Scheinwissenschaft, verfällt dabei aber nie der Versuchung, in einseitiger Weise gegen pädophil empfindende Menschen zu hetzen. Eine sehr gute und lesenswerte Darstellung!

Präventionsprojekt Dunkelfeld

Ein Fachaufsatz aus erster Hand, in dem die Sexualtherapeuten der Charité ihr Therapieprojekt vorstellen – von der Ausgangssituation über die Therapieform bis hin zur Medienkampagne. Alle wichtigen Aspekte werden in knapper, aber sehr anschaulicher Form beschrieben. Auch der grundsätzliche Unterschied zwischen sexuellen Präferenz- und Verhaltensstörungen wird gut erklärt und mit aufschlussreichen Statistiken belegt.

Paraphilien

Dieser Fachartikel aus dem „Bundesgesundheitsblatt“ befasst sich mit der Entstehung und der Behandlung sexueller Paraphilien. Um Pädophilie geht dort zwar nur am Rande, interessant sind aber die Ausführungen zur medikamentösen Therapie und die Überlegung einer möglichen Prophylaxe, die bereits in der Erziehung ansetzt.

Sexueller Missbrauch an Kindern und Jugendlichen

Jörg M. Fegert, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie aus Ulm, fast den aktuellen Forschungsstand zum sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen zusammen. Es beginnt mit einem Abriss der letzten 25 Jahre. Eine Zeitspanne, die gekennzeichnet war durch eine zunehmende öffentliche Sensibilisierung, aber auch durch einige unschöne Überreaktionen (Stichwort: „Missbrauch mit dem Missbrauch“). Aufschlussreich sind ferner die Erläuterungen zu den verschiedenen Missbrauchsdefinitionen (sozialwisssenschaftlich, klinisch-therapeutisch usw.) sowie zu den psychischen Folgen für die Betroffenen. Auch die unterschiedlichen Therapieoptionen für Missbrauchsopfer werden vorgestellt, wobei die Wirksamkeit dieser Verfahren ebenfalls diskutiert wird. Wer nach einer ersten Einführung in das Thema sucht, ist hier gut bedient.

Das Präventionsprojekt Dunkelfeld

Die Charité veröffentlicht hier wertvolle Statistiken zu ihrem bekannten Präventionsprojekt „Kein Täter werden“. Stichwortartig werden die Projektziele vorgestellt und die wichtigsten Forschungsergebnisse erläutert, dazu gibt es umfangreiche Auswertungen zur Patientenstruktur.

Medikamentöse Behandlung von Sexualstraftätern

Ein umfangreicher, allerdings stark wissenschaftlicher Vortrag von Privatdozent Dr. med. Andreas Hill (UKE Hamburg-Eppendorf) anlässlich der „Forensik-Tage 2008“ an der Klinik Nette-Gut in Andernach. Hill referiert über Möglichkeiten und Anwendungsbereiche einer medikamentösen Triebunterdrückung bei Sexualstraftätern. Auf die Wirkungen und Nebenwirkungen der unterschiedlichen Stoffgruppen wird ebenso eingegangen wie auf die diagnostischen Voraussetzungen und die zu erwartenden Erfolgsaussichten.
 


Reportagen und Interviews
:

Interview mit Prof. Schmidt

Der Sexualforscher Prof. Gunter Schmidt im Interview mit einer schweizerischen Journalistin. Schmidt erklärt, warum die Sexualität des Kindes nicht mit der eines Erwachsenen zu vergleichen ist.

Unter Kinderschändern 1. Teil

Der Name Manfred Karremann ist in der Pädophilen-Szene verhasst wie wohl kaum ein anderer: Für seine Aufsehen erregende Reportage „Unter Kinderschändern“ (erschien 2003 im „Stern“) recherchierte der freie Journalist über ein Jahr lang undercover in der Berliner Pädophilen-Szene. Seine damaligen Enthüllungen zogen polizeiliche Ermittlungen nach sich und hatten u. a. zur Folge, dass zwei bekennende Pädophile zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden.

Die zweiteilige Reportage ist online weiterhin abrufbar. Sie belegt in eindrucksvoller Weise, wie gut man sich in Pädophilen-Kreisen organisiert und welch perfiden Methoden sich solche Leute an Kinder heranmachen.

Unter Kinderschändern 2. Teil

Hier gibt es den zweiten Teil der Reportage von Manfred Karremann.

NEON Magazin

Im Lifestyle-Magazin „Neon“ erschien im Juni 2006 der erste Artikel über mich und meinen Umgang mit meiner Pädophilie. Es war der meines Wissens erste Bericht, der das Problem aus Sicht eines abstinent lebenden Pädophilen beschreibt. Dieser Artikel hat damals ein unerwartet großes Echo ausgelöst, die Reaktionen waren zum allergrößten Teil positiv.

Es ist einfach Schicksal

Ein Artikel aus dem „Spiegel“ Nr. 40 vom Oktober 2006. Nachgezeichnet wird der Lebensweg eines pädophilen Mannes, der am Therapieprojekt der Charité teilnimmt. Es wird deutlich, unter welchem inneren Druck diese Männer stehen und mit wieviel fast schon verzweifelter Energie sie versuchen, nicht zum Täter zu werden. Ein eindrucksvoller und sehr lesenswerter Artikel, der mich tief berührt hat.

AVINUS-Magazin: „Wir gehen den umgekehrten Weg“

Interviews zum Charité-Projekt gibt es inzwischen viele, aber dieses hier ist wirklich lesenswert, denn Prof. Beier erklärt auf sehr eindrucksvolle Weise den Grundgedanken der Prävention. Ein wichtiges Interview, dass die Notwendigkeit solcher Präventionsprojekte auf eindringliche Weise vor Augen führt.

AVINUS-Magazin: Lolita

Ein Interview mit Prof. Beier, in dem er sich zur Romanfigur der „Lolita“ äußert. Anhand der Lolita erklärt Beier erklärt den Unterschied zwischen Pädophilie und Parthenophilie. Beier weist auch darauf hin, dass Pupertierende z. T. ganz bewusst mit erotischen Signalen spielen, um sich auf ihre spätere Rolle in einer Partnerschaft vorzubereiten. Wichtig für den Erwachsenen ist hier die Frage: Wie gehe ich mit solchen Signalen eines Pubertierenden um?

Ist Pädophilie wirklich therapierbar?

Selten erlebte man Prof. Beier so messerscharf wie hier: Es geht nicht nur um die Risiken pädophiler Ersatzwelten im „Second Life“, sondern auch um die generelle Überbetonung des Sexuellen in unserer heutigen Zeit, die solche Erscheinungen erst möglich macht. Ein aufschlussreiches Interview mit eindeutig gesellschaftskritischem Hintergrund!

Stadtgespräch Portrait mit Prof. Beier Teil 1

Prof. Beier äußert sich im Fernseh-Interview mit dem Berliner Stadtsender TV.B zu den neuesten Erkenntnissen der Pädophilie-Forschung. Das Interview besteht aus zwei Teilen, jeder etwa 14 Min. lang.

Stadtgespräch Portrait mit Prof. Beier Teil 2

Der zweite Teil des Fernsehinterviews mit Prof. Beier.

Angst vor dem Missbrauch

Das Manuskript zu einem Radiointerview, das erstmals am 17.Januar 2008 auf Deutschlandradio ausgestrahlt wurde. Hauptprotagonist Jay-Jay berichtet von seinen Therapieerfahrungen an der Charité, dazu kommen verschiedene Experten zu Wort, um die fachlichen Hintergründe zu erklären. Ein außergewöhnlich tiefgründiger Beitrag, der auch mit gesellschaftskritischen Impulsen nicht spart.

„Als ich es einmal probiert hatte...“

Im Dezember 2007 erschien im Lifestyle-Magazin „Dummy“ (Heft 17) ein Artikel zum Thema Pädophilie, an dem auch ich mitgewirkt habe. Inzwischen hat der Autor ‒ der Berliner Journalist Jan Pfaff ‒ den Artikel auf seiner Website veröffentlicht, wo er frei zugänglich ist:

Schrille Fanfare

Ein zwar schon etwa älterer, aber sehr informativer Artikel „aus dem Spiegel“ über die so genannte „Rind-Studie“, die 1999 für große Empörung in den Vereinigten Statten sorgte und vielen Pädophilen-Verbänden bis heute als Rechtfertigung dient, um die angebliche Schadosigkeit einvernehmlicher sexueller Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen zu begründen. 

SWR 2 Leben: Kein Täter werden

Eine sehr informative Hörfunksendung (25 Minuten) zum Präventionsprojekt „Kein Täter werden“. Zu Wort kommen nicht nur die Sexualtherapeuten der Charité, sondern auch Patienten, die diese Therapie erfolgreich durchlaufen haben. 



Wikipedia:

Obwohl Wikipedia grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen ist, sind folgende Artikel zum Themenbereich Pädophilie durchaus empfehlenswert:

Pädophilie

Kinderpornographie

Sexueller Missbrauch von Kindern

 

Gewalt gegen Kinder:

Gewaltfreie Erziehung – geht das überhaupt?

Ein klares und eindrucksvolles Plädoyer gegen Gewalt in der Erziehung. Der Artikel ist allerdings schon etwas älter und bezieht sich noch auf die Rechtslage von 1999.

Kindesmissbrauch im Namen von Religion

Religiöser Missbrauch – ein viel zu wenig beachtetes Thema.

Kinder lieben, Kinder hören

Ein schon etwas älterer, aber sehr lesenswerter Text aus der Österreichischen Apothekerzeitung. Die Autorin greift auf die Erkenntnisse der Psychoanalytikerin Alice Miller zurück und plädiert eindringlich für einen Verzicht auf jegliche Gewalt im Umgang mit Kindern. 

„Eine Narbe wird immer bleiben“

Der Hamburger Kinderpsychiater Andreas Krüger spricht im STERN-Interview über die traumatischen Folgen von sexueller Gewalt, über Therapiemöglichkeiten für missbrauchte Kinder und über seine Forderungen zum Umgang mit Tätern.

Auf der Grundlage von Beziehungslosigkeit soll Beziehungsfähigkeit erzwungen werden

Die Psychoanalytiker Andreas Renger und Gudrun Schuster setzen sich kritisch mit autoritären Erziehungsideologien auseinander, wie sie in den letzten Jahren wieder populär geworden sind.



Kinderpolitik:

Deutsches Kinderhilfswerk

Als einer der größten und profiliertesten Kinderschutzverbände bietet das Deutsche Kinderhilfswerk ein breit gefächertes Engagement in den Bereichen Kinderschutz, Kinderrechte, Kinderpolitk und überall dort, wo es um die Lebensbedingungen von Kindern geht.

Stiftung Bündnis für Kinder – gegen Gewalt

Die Stiftung aus München (unterstützt durch vielerlei Prominente) engagiert sich gegen jegliche Formen von Gewalt gegen Kinder, leistet umfangreiche Aufklärungs- und Informationsarbeit und fördert Projekte zur Gewaltprävention.

Terres des Hommes

Die international renommierte Kinderschutz-Organisation setzt sich weltweit für menschenwürdige Lebensbedingungen von Kindern ein. Die Themenschwerpunkte sind oftmals hochpolitisch: Kinderarbeit, Kinderarmut, Kinderprostitution oder das Problem der Kindersoldaten sind nur einige davon.

Kinderrechte ins Grundgesetz

Diese beachtenswerte Initiative wurde gemeinsam vom Deutschen Kinderhilfswerk, dem Deutschen Kinderschutzbund sowie dem Kinderhilfswerk UNICEF gegründet. Das erklärte Ziel ist die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz. Auf diese Weise will man den Staat viel mehr als bisher in die Pflicht zu nehmen, wenn es darum geht, die Bedürfnisse von Kindern ernst zu nehmen und für kindgerechte Lebensbedingungen Rechnung zu tragen.

Aktionsprogramm Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz

Hier finden sich vielfältige Hintergrundinformationen zur UN-Kinderrechtskonvention und deren Umsetzung in Deutschland, unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse in Rheinland-Pfalz.

aktualisiert: 08.03.2010