Mittwoch, 10.03.2010

Pädo-Erfahrungen

 

Hier ist Platz für ganz persönliche Erfahrungsberichte von pädophilen Menschen. Dies können Schlüsselerlebnisse der unterschiedlichsten Art sein: Kindheitserinnerungen, Therapieeindrücke, Outingerfahrungen und vieles mehr. Ich möchte anderen Betroffenen Gelegenheit geben, über ihre oftmals sehr belastenden Erlebnisse zu sprechen, über die sie sonst mit niemandem reden können, denn leider machen Pädophile oft die Erfahrung, dass sie nur auf ihre sexuelle Ausrichtung reduziert werden. Für den Menschen hinter dieser Ausrichtung, für seine Geschichte und seine Probleme, interessiert sich kaum einer.

Hier können sich pädophile Menschen darüber austauschen, wie sie mit schwierigen Situationen fertig geworden sind. Auch wenn jede Geschichte ganz einmalig ist: Die Probleme, mit denen man als Pädophiler konfrontiert wird, sind universell und wiederholen sich. Da kann es sehr hilfreich sein zu sehen, wie andere mit einer Situation umgegangen sind, die man selbst schon erlebt oder zumindest in Gedanken schon einmal durchgespielt hat. Aber auch Nicht-Pädophile können viel aus diesen Geschichten lernen, denn leider gibt es immer noch viele Menschen, die allzu gern den Stab über pädophil empfindende Mitmenschen brechen, ohne sich jemals in deren Situation hineinversetzt zu haben. 
 

Gedanken zur Liebe ‒ eine Antwort an Gabriel

In seiner ausführlichen Antwort auf Gabriel letzten Beitrag beschreibt Max sehr treffend, worin sich seine Gefühlswelt als Pädophiler von der eines Nicht-Pädophilen unterscheidet:


Gedanken zur Liebe

In einem seiner eindrucksvollsten Texte beschreibt Gabriel, was es heißt, mit Liebesgefühlen zu leben, die auf ewig unerfüllbar bleiben werden ‒ und die niemals die Chance haben werden, auf Gegenliebe zu stoßen.


Sonnenaufgang
 

Unter diesem poetisch anmutenden Titel berichtet Max von einer Begebenheit aus dem Jahr 2006, als er gemeinsam mit einer Gruppe von Kindern in einem S-Bahn-Abteil saß. Was diese Geschichte so liebenswert macht, ist die besondere Sensibilität für die kleinen Momente des Alltags. Scheinbar beiläufige Momente, denen Nicht-Pädophile oft keinerlei Bedeutung beimessen, die man als Pädophiler aber viel intensiver wahrnimmt.
 

Das Mädchen auf der Couch

Kürzlich erlebte Max wieder eine Situation, in der er zeigen musste, ob er die an der Charité gelernten Strategien erfolgreich verinnerlicht hatte: In geselliger Runde saß er neben einem kleinen Mädchen auf der Couch. Max hat auch diese Bewährungsprobe erfolgreich bestanden.


Warnglocken nach Andrucor®

Nach dem Absetzen der medikamentösen Behandlung muss sich Max ganz auf seine Eigenverantwortung verlassen. Dabei hat er für sich ein „Drei-Stufen-Modell“ entwickelt, das ihm hilft, mögliche Gefahrensituationen im Kontakt mit Kindern rechtzeitig zu erkennen und einzuschätzen.


Was ich in der Therapie gelernt habe

Max gehörte zu den ersten Patienten, die im Jahr 2006 am Therapieprojekt „Kein Täter werden“ der Berliner Charité teilgenommen haben. Hier erzählt er von seiner Vorgeschichte. Max erklärt, wie er beinahe straffällig wurde, wie er zur Charité fand und was für Erfahrungen er dort gemacht hat:


Meine „Feuerprobe“

NewMan ist pädophil und ließ sich ich an der Charité in Berlin behandeln. Auf dem Weg zur Therapie hatte er einmal eine Begegnung mit einem kleinen Mädchen, das ihm in der S-Bahn gegenüber saß. Für ihn war diese Begegnung eine Art „Feuerprobe“, die durchaus hätte kritisch werden können. Doch dank seiner an der Charité erworbenen „Fertigkeiten“ hat NewMan diese Situation mit Bravour gemeistert.


Was motiviert euch?

Oft wird gefragt, was Pädophile dazu treibt, Kinder zu missbrauchen. Doch Max stellte diese Frage genau andersherum: Was motiviert eigentlich einen Pädophilen, auf Sex mit Kindern verzichten?


Mit Schock zum Glück ‒ das Thema Impulskontrolle

Der Umgang mit Kindern ist für viele Pädophile ein schwieriger Balanceakt. Das gilt besonders, wenn es dabei zu körperlichen Berührungen kommt. Max, ein ehemaliger Patient der Charité, schildert an einem konkreten Beispiel, welche inneren Konflikte in solchen Situationen entstehen können.

 

Mein Name sei Gabriel

Gabriel ist ein junger Mann von Ende 20, arbeitet als Lehrer und hat eine sehr verantwortungsbewusste Einstellung im Umgang mit seiner Pädophilie. Für „Schicksal und Herausforderung“ hat er seine Lebensgeschichte niedergeschrieben.

 

Urlaub in Albanien

Thomas ist ein pädophil emfindender Mann, mit dem ich einige Zeit in E-Mail-Kontakt stand. Während eines Urlaubs in Albanien hatte er eine wunderschöne platonische Begegnung mit einem kleinen Mädchen, von der er hier erzählt.

 

Was hat mir die Therapie gebracht?

Die Therapie an der Charité ist für Jay-Jay inzwischen zu Ende gegangen. Aus diesem Anlass blickt er zurück und zieht seine ganz persönliche Bilanz dieser erfolgreichen, aber auch sehr anstrengenden Zeit. Seine klaren und nachdenklich stimmenden Worte zeigen, wie wichtig solche Therapieprojekte sind.

 

Mein Leben mit der Pädophilie

Jay-Jay ist Mitte fünfzig und Patient im Therapieprojekt „Kein Täter werden“. Er hatte ein sehr bewegtes Leben hinter sich, bevor er sich an die Charité wandte, um sich wegen seiner pädophilen Ausrichtung behandeln zu lassen. Es beginnt mit der trostlosen Kindheit und geht weiter über die nicht weniger schwierige Jugend, als er sich das erste Mal über seine pädophilen Gefühle bewusst wurde. Im Erwachsenenalter beginnt die mühevolle Suche nach einer Lebensperspektive, mit vielen Rückschlägen und Enttäuschungen. Heute hat Jay-Jay es geschafft, ein einigermaßen stabiles Leben zu führen.


Zwei Pädophilie im Schachverein

Hier erzähle ich von meiner Teilnahme an einer fragwürdigen Gruppentherapie bis hin zu der sehr unangenehmen Situation, als ich vorm Schachverein geoutet wurde.

aktualisiert: 07.12.2009